skip to main content

Einsamkeit

  • 28

Lange Zeit ist es mir schwergefallen alleine zu sein. Ich hatte direkt Angst davor. Aus lauter Panik vor mir selber bin ich von einer Beziehung in die nächste geflüchtet. Doch glücklich war ich nicht und einsam fühlte ich mich dennoch. Es hatte nichts gebracht den diese Personen verstanden mich nicht, liebten mich nicht. Doch es war besser als alleine zu sein.

Nach meiner letzten Beziehung merkte ich, dass ich mich um mich selbst kümmern muss. Dass ich mir die Zeit nehmen muss alleine zu sein um zu lernen, was ich will und brauche und wie ich glücklich mit mir und meinen Leben werden kann. So tat ich das auch und es war gut so. Ich konnte alleine glücklich sein und mir ging es sehr gut damit, eine Beziehung kam eigentlich nicht infrage für mich. Bis ich jemanden traf, der mir wieder zeigte wie schön es sein kann geliebt zu werden. Als beziehungsmensch war es schön für mich jemanden um mich zu haben und dieses Mal nicht aus der Angst allein zu sein, sondern einfach, weil es sich gut anfühlte..

Doch dieses Gefühl hielt nicht lange und nun ist es irgendwie wieder wir früher. Kaum auszuhalten alleine zu sein, was die aktuelle Situation des Lockdowns nicht einfacher macht. Gewisse andere Umstände machen meine Situation nicht einfacher. Und ich sitze da und muss dieses Gefühl ertragen, würde am liebsten jemand in den Arm nehmen doch es geht nicht. Nun weiß ich das auch dieses Gefühl wieder vorbeigehen wird, es hält nicht ewig an, so wie jedes Gefühl ist es nur eine Momentaufnahme. Doch dieses Jahr war kein leichtes für mich und an gewissen Tagen fühlt es sich an als würde es gar kein Ende nehmen wollen.

Schön langsam nervt es mich, wenn Leute zu mir sagen das alles bald besser wird, ich es glaube und dann doch etwas Schlimmes passiert. Klar wird es wieder besser aber manchmal hat man einfach keine Kraft mehr zum weiter machen. Kann nicht wieder Aufstehen sich die Krone richten und weitergehen, lächeln als wäre nie etwas passiert. Ich kann diese Gefühle nicht ignorieren denn sie sind dennoch da: die Einsamkeit, die Hoffnungslosigkeit, die Trauer die meine Brust erfüllt und mich zum Weinen bringt. Diese Angst Menschen zu verlieren, die einem viel bedeuten und zu wissen das man gegen gewisse Verluste nicht ankämpfen kann.

Dennoch ich versuche mit der letzten Kraft, die ich noch habe weiter zu gehen, denn was bleibt einen anderes über als weiterzukämpfen?

© Lotumina 2020-11-21

Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Jede*r Autor*in freut sich über Feedback! Registriere dich kostenlos,
um Lotumina einen Kommentar zu hinterlassen.