Wir gegen den Rest der Welt

Es gibt einen Satz, der mein Leben stark geprägt hat: "Wir gegen den Rest der Welt". Und mit wir, meine ich meine Mama und mich.

Schon von klein auf war ich eine kleine Träumerin. Ich war kreativ und mit meinem Kopf immer irgendwo anders. Das sorgte weder beim Großteil meiner Familie, noch bei Lehrern für Begeisterung. Ich war furchtbar eigenwillig und bin so ziemlich von allen Seiten auf Widerspruch gestoßen. Einfach war's lange nicht. Aber immer, wenn ich am Boden lag, sagte meine Mama "Wir gegen den Rest der Welt" - sie haltet zu mir, egal was kommt. Also stand ich immer wieder auf.

Als ich dann eine sehr fordernde, berufsbildende Schule besuchen wollte, rieten mir alle davon ab ... nur meine Mama unterstütze meine Entscheidung. 5 Jahre später schloss ich die Matura mit ausgezeichnetem Erfolg und als erstes weibliches Mitglied der Schülervertretung ab.

Danach wollte ich nach Wien, auf eigenen Beinen stehen. Wieder ... Kopfschütteln von allen Seiten, wieder ... meine Mama "Wir gegen den Rest der Welt". Wien war genau das Richtige. Als ich zurück nach Salzburg kommen wollte, um in einer Agentur einen eher unsicheren Job anzutreten, zweifelten wieder viele an meiner Entscheidung. Meine Mama hielt zu mir.

Heute habe ich alles vom Leben was ich mir nur wünschen kann und es bleibt nur zu sagen: Danke Mama - Wir gegen den Rest der Welt.

© Lumos