und dann kam die welle

ich rannte in die wellen hinein und warf mich mit lachendem gesicht ins wasser, welches mir über dem kopf zusammenschlug. (was dazu führte, dass sich mein mund sofort mich salzwasser füllte)

vor mir ragte ein felsen aus dem wasser, über welchen die wellen hinwegspülten. als ich diesen erreicht hatte, zog ich mich daran hinauf und stand dann da, die arme in die hüften gestemmt und mit wehenden haaren. ich fühlte mich, wie in einer abenteuergeschichte, in welcher ein kleines mädchen auf einer einsamen insel gestrandet ist und malte mir selbst die spannendsten Geschehnisse aus.dann stürzte ich mich ins wasser. ich hatte den besten moment abgewartet und landete mit einem lauten platsch in den wellen. ich fühlte mich frei und glücklich, während ich diesen vorgang öfter wiederholte.

dann war ich zu langsam - ich spürte, wie sich das wasser zurückzog und mich vom felsen wegzerren wollte! ich klammerte mich an die kante und wollte mich empor ziehen, doch die welle übernahm diese aufgabe für mich, sodass ich im hohen bogen auf den felsen flog und einen astreinen Bauchfleck hinlegte.

am abend saß ich, in ein handtuch gehüllt, am strand. ich blickte zur gischt hinaus und ein lächeln machte sich auf meinen lippen breit. das meer hatte mich zu boden/zu felsen geworfen, doch ich war wieder aufgestanden. ich hatte mich aufgerafft und das meer somit bezwungen. ich war die heldin meiner eigenen geschichte!

© M_Anna