die Marathon Wanderung

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Dieses Jahr war die Organisation vor eine große Herausforderung mit dem Wetter gestellt, durch die späten Niederschläge waren große Teile der Strecke bis kurz vor dem Lauf noch von Schnee bedeckt. Daher wurde die Straße gerade rechtzeitig vor dem Lauf eröffnet um dann gleich wieder zum Lauf für den Verkehr gesperrt zu werden. Leider musste die Streckenführung aber ein wenig geändert werden, die letzten 12 km bergauf waren auf der Passstraße zu bewältigen.

Die Organisation war vorbildlich die Startnummernausgabe erfolgte am Tag zuvor. Hier erhielt ich alle relevanten Informationen zum Lauf und den letzten Wetterbericht. Zum Start sorgten die Platzsprecher, Alphornbläser und Kuhglocken schwingende Trachtenträger gemeinsam mit flotter Musik für gute Stimmung.

Die Verpflegungsstellen waren unterschiedlich gut ausgestattet und die freiwilligen Helfer unterschiedlich motiviert. Das kenne ich von anderen kleineren Läufern etwas anders, gerade dort wird meist jeder Läufer wie ein Profisportler angefeuert. Das war in meinem Fall nur an den ersten Verpflegungsstellen so.

Das wohl eindrucksvollste waren am oberen Ende der Passstraße die teilweise noch Meter hohen Schneewände neben der Straße, die man zur Abkühlung noch berühren konnte.

Etwas verwirrend waren die Kilometermarken, die vorbildlich bis Kilometer 31 jeden Kilometer markierten. Auf der Passstrasse dann fanden sich jedoch verschiedenfarbige Spraymarkierungen mit unterschiedlichen Kilometerangaben, am höchsten Punkt angelangt musste man weitere ca. 200 Meter um die Ecke ins tatsächliche Ziel. Hier ist zumindest markierungstechnisch eindeutig Luft nach oben, weshalb nicht auch die letzten 11 Kilometer in der selben Art wie die ersten 31 anschreiben?

Am Weg Richtung Shuttelservice erhielten wir noch ein paar schlechtgemeinte Ratschlägen, die uns hin und her schickten. Irgendwann fanden wir doch noch die richtige Schlange um uns für den Transfer ins Tal anzustellen. Auch hier wären 3 Schilder mehr kein Schaden gewesen. Die Wartezeit von ca. 20 Minuten war ok.

Das Wetter war optimal, zum Start war es zwar mit ca. 20°C schon recht warm, jedoch ging es stetig bergauf und oben war es mit ca. 12°C dann schon recht frisch, besonders, wenn man etwas ausgelaugt ist. Zu Beginn war es schön sonnig aber der Streckenverlauf bescherte uns trotzdem immer wieder angenehmen Schatten, je höher die Strecke anstieg desto mehr Wolken waren zu sehen und das war auch angenehm so.

Wie war nun mein Lauf? In einem Wort: "kurz", denn ich lief nur die ersten 12 km und 2 kurze bergab Passagen, alle Teile des Weges die Bergauf führten und das waren in Summe an die 2500 Höhenmeter bewanderte ich nur, natürlich mit flottem Schritt und dadurch trotzdem nicht ganz langsam aber letztendlich bin ich mehr als die Hälfte der Strecke gegangen. Das resultierte im 106. Platz. In Summe eine schöne Veranstaltung mit kleinen Verbesserungen wäre sie optimal.

© marcon 01.08.2019