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Verliebt in Einstein

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Verliebt in Einstein | story.one

Einstein war ein grottenschlechter Ehemann. Und als Vater war er wohl auch nicht das Gelbe vom Ei. Auch sein Beitrag zur Atombombe... aber er hat es später sehr bereut und sehr dagegen gekämpft. Ein naiver, berührender, erfolgloser Kampf. Nachzulesen in seiner Korrespondenz mit Freud "Warum Krieg?" Klappentext:...gehört zu den grundlegenden Texten des Pazifismus im 20. Jhd...

Zwei Jahre lang habe ich meine Sommer mit einer englischen Einstein-Biographie verbracht. Ein ungeheuer interessantes, nicht ganz leicht zu lesendes Buch. Von köstlichen Anekdoten über schwierigste physikalische und philosophische Exkursionen ist alles enthalten. Ein paar der wirklich umwerfenden Gschichtln möchte ich euch erzählen. Dazu muss ich aber zuerst nach Kärnten fahren und das Buch holen.

Einfallen tut mir jetzt auf die Schnelle nur wenig: Zum Beispiel, dass er in der Schule ein absoluter Versager war und noch mit 9 Jahren keiner glaubte, dass aus dem Bürschchen etwas werden könnte. Weder Eltern noch Lehrer. Hallo Eltern, hallo Lehrer, das ist doch einmal ein praktikabler Ansatz. Es hat ihn also niemand für hochbegabt gehalten. Eher für eine „Inselbegabung“, wie das der Kabarettist Klaus Eckel nennt, also a Trouttl.

Aber sowas darf man ja heute nicht mehr sagen, sagt Eckel. Man muss sagen: Mein Sohn hat eine Inselbegabung! Weu Trouttl derfst neama sogn, na, derfst neama sogn!! Du muaßt a sogn, wenn a an Fleck ham bringt, muaßt sogn: Wieso haben WIR uns für einen Fünfer entschieden? WIR muaßt sogn, du muaßt ihn EINI nehmen ins WIR. Jo, ins WIR muaßt eahm eini nehman.

Das schreib ich jetzt alles nur, um die Zeit zu überbrücken bis Februar, wenn ich nach Kärnten komm zum Schifahren mit den Enkeln. Dann nehm ich das Buch mit und erzähl euch von AEs köstlichem Humor.

Noch was: Einstein erzählte, dass er manchmal völlig anstand, beim Denken. Dann plauderte er so vor sich hin. Gelegentlich war auch seine Schwester dabei, eine einfache Köchin, die nichts von seinen Brabbeleien verstand. Aber nachdem er ihr so im Gehen was über Zeit und Raum erzählt hatte, kam plötzlich die Erleuchtung.

Auch ein schönes Bild, finde ich. Man muss gar nicht verstanden werden! Mann muss gar nicht verstanden werden. Frau muss gar nicht verstanden werden. Du musst das Leben nicht verstehen, dann wird es werden wie ein Fest. Das sagte Rilke. Finde ich wunderbar, diesen Satz. Und er hilft. Er wirkt. Er erleichtert ungeheuer.

Wenn mir jetzt noch a bissl was einfallt, krieg ich die Seite voll und muss nicht nach Kärnten fahren, um euch das Buch zu holen. Ich geh jetzt amal an Kaffee trinken. Dann werd ich diese 2500 Zeichen wohl noch schaffen. Wär doch gelacht!

Übrigens: Auf die Frage, ob es einen Gott gibt, hat er gemeint: Das weiß nur der Alte da oben! Auch dieser Ansatz gefällt mir sehr gut. Und über Nobelpreiskollegen Niels Bohr hat er erzählt, dass der zwar ein Atheist war, aber über seinem Eingang ein Hufeisen hängen hatte. Zur Sicherheit. Geige hat AE auch gekratzt. Geschafft!!!

© Margret Moser 2020-01-26

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