Ich geh`dann mal die Welt retten. Teil 1

Ich verrate euch mal ein Geheimnis. Eigentlich ist es ja Top Secret, und die Föderation der Planeten ist jetzt sicher sauer auf mich. Aber da bin ich ja auf der sicheren Seite, weil die gründen sich erst im Jahr 2200.

Ich kenne Captain Kirk und Commander Spock.

“Na und„, werden jetzt viele denken, „wer kennt die nicht?“

Ja, aber ich kenne sie persönlich. In echt.

Die beiden sind mittlerweile echte Mostviertler, und wohnen bei meiner Freundin.

Keine Ahnung, was die beiden hierher verschlagen hat. Gab es wo einen Datenknoten? Sind wir ein Paralelluniversum? Hatte der Wrap Antrieb eine Fehlzündung und schickte sie in die Vergangenheit? Fragen über Fragen, aber die beiden schweigen dazu beharrlich.

Ansonsten sind sie freundlich und charmant. Der Captain freut sich immer wenn ich auf einen Plausch vorbeikomme, und sogar Mr. Spock, lässt sich manchmal dazu herab sich zu uns zu gesellen.

Aber man darf nicht vergessen, die beiden sind Stars. Und Männer. Also männliche Stars. Oder starrsinnige Männer. Und verwöhnt.

Die beiden wünschen Vollpension und Zimmerservice rund um die Uhr.

Im Hochsommer vorigen Jahres, und der Hochsommer ist für diese Geschichte ein essentieller Punkt, sollte ich erstmals für eine Woche diese Aufgaben übernehmen, da meine Freundin in den Urlaub fuhr.

Mit der männlichen Psyche bestens vertraut, finden sich doch auch in meinem Haushalt vier solche Exemplare, stellte diese Aufgabe wahrlich keine große Herausforderung für mich dar.

Dachte ich.

Mit genauen Instruktionen bezüglich der Versorgung schritt ich zu meiner ersten Amtshandlung.

Beim Ankommen begrüßte mich ein gut gelaunter Captain mit den Worten:“Frau Wau Wau, hmmm lecker!“ Klingt komisch, aber er ist gerade dabei unsere Sprache zu lernen, und Frau Wau Wau ist sein Spitzname für mich, da ich meistens meinen Hund mithabe, und „hmmm lecker“ meint er nicht sexistisch, sondern bezieht sich auf die Leckereien die ich immer dabei habe.

Mr. Spock glänzte mit Abwesenheit, also begann ich mal den Captain zu versorgen. Essen, Massage, Plaudern.

In der Zwischenzeit gesellte sich auch der Commander zu uns, und beobachtete uns.

Er ließ mal wieder den Vulkanier raushängen, aber dem Essen konnte er dann doch nicht widerstehen.

Ich war gerade auf dem Weg zur Tür, als mich der erste Angriff, völlig unvorbereitet, traf.

Der Commander fiel mir in den Rücken. Wortwörtlich. Während ich versuchte ihn abzuschütteln, fing der Captain an mich zu umkreisen und schrie dabei laut:“Ole, Ole, Ole“!

Der Anfeuerungsruf an seinen Commmander zeigte Wirkung, und der Kampf begann von neuem, also verfrachtete ich den Captain ins nächste Zimmer.

Durch die verschlossenene Tür bekam ich eine Kostprobe seines neu erworbenen Mostviertler Dialekts:“ Waun i net wü, dann wü i net!“

Für Lob hatte ich aber keine Zeit, denn der Commander startete seinen nächsten Angriff.

Mit etlichen Blessuren erreichte ich die rettende Tür.

Runde 1 ging an euch, aber freut euch nicht zu früh.

I`ll be back!

© Mari