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Über und unter den Wolken in Hawaii

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Über und unter den Wolken in Hawaii | story.one

In Hawaii angekommen, schnappte ich mir gleich mein Mietauto und fuhr damit ganz O'ahu ab. Ich habe mich diesmal für ein Air B'n'B als Unterkunft entschieden, mit dem ich auch sehr zufrieden war.

Die Strände Hawaii's - hier einige Aufzählungen: Lanikai Beach, Waimanalo Beach, Laniakea Beach, Waimea Beach, Sunset Beach, Turtle Bay, etc. sind zu schön, um wahr zu sein.

Als ich die "berühmtesten" Strände abgeklappert bin, wollte ich einen weiteren Strand besuchen, bin aber direkt auf einem Militärgelände gelandet.

Die wollten dann meinen Ausweis sehen und ich gab ihnen meinen Reisepass aber den wollten sie nicht. Sie wollten den Militärausweis. Daraufhin guckte ich sie erstmal fragend an.

Ich wurde dann aufgeklärt, dass der Strand zu dem ich wollte, ein Strand ist, der nur dem Militär gehört und für Besucher nicht zugänglich ist und dann haben sie mir einen anderen empfohlen.

Wir haben beide über mein Missgeschick sehr gelacht und so hab ich halt ein wenig mit dem Militär geschwatzt, auch gut.

Macht man auch nicht alle Tage. :-)

Ich machte mir selbst ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk - und zwar einen Skydive. Ich wollte so etwas immer schon Mal ausprobieren und wo könnte es hierfür schöner sein als hier?

Als der Tag gekommen war, war ich weder nervös noch großartig aufgeregt. Ich freute mich aber hatte KEINE Ahnung was mich erwartete.

Nach einer intensiven Einführung und Aufklärung wartete ich auf das Flugzeug. Mein Fluglehrer kam aus Venezuela und war ein richtig netter Typ. Mein dazugehöriger Fotograf war ebenso richtig cool drauf.

Auf einmal ging alles ganz schnell. Rein ins Flugzeug, abgehoben und so schnell konnte ich gar nicht gucken, stand ich schon am Rand vom Flugzeug und dann war ich auch schon draußen. Im freien Fall.

Kurzzeitig dachte ich mir “Oh Gott, ich sterbe” und “Was ist, wenn der Fallschirm nicht aufgeht?”

Schließlich wurde mir die Aussicht bewusst und mein Fotograf flog über mir, unter mir, neben mir umher und machte Faxen, welche mich so richtig zum Lachen brachten.

Ich hab den freien Fall echt genossen und mich so gefreut, dass ich es getan habe.

Als der Fallschirm geöffnet wurde, flogen wir mitten in eine Wolke und kurzzeitig sah ich gar nichts. Danach aber wieder die Insel von oben und es war einfach zu krass. Kurz vor der Landung wurde mir leider etwas schwindlig, übel und ich hatte ganz kurz das Gefühl, ohnmächtig zu werden.

Als meine Beine dann den Boden berührten, sackte ich zusammen. Ich hätte eigentlich laufen sollen aber es ging nicht. Meine Beine konnten nicht mehr. Ich war fertig und vollkommen überwältigt. Mein Fluglehrer musste daher extrem abbremsen und das war in Form eines Purzelbaumes über mich drüber. Das sah ziemlich lustig aus. :-)

Als ich mich dann gefangen habe, bin ich zum Auto, hab mir mein Video angeguckt und war überglücklich. Das Adrenalin schoss nur so durch meinen Körper.

Anschließend habe ich meine neu gewonnenen Eindrücke an einem wunderschönen Strand verarbeiten können.

© Marion Huemer 05.04.2020

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