Das blaue Land

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Welch Dilemma das Leben manchmal nur sein kann! Entweder eine Begrüßung durch lyrische Agonie mit ironischer Strophe oder doch ein Trauerspiel: Exposition, Peripetie und letztlich eine Katastrophe...

Als stünde ich manchmal vor meinem eigenen Grab, verfluche den Regen, dessen Tropfen die Erde zu Matsch zerformt.

Nebel, Kälte und Frost umarmen mich zu einer endlosen Kühle, als sehne ich mich nach einem Ausweg der Gefühle...

Meine Füße schwer und träge

Der Niederschlag tanzt wie eine Hymne um mich herum

Ich inmitten der Zeremonie

Der verzierte Marmorstein meine Trophäe

blicke ich vertieft auf den eingravierten Namen, dessen Orthographie mich betrübt, oft las man ihn falsch und detoniert

Zollte ihm nur selten Pietät und Müh

Nun eine elegante Gravur, dessen edle Form mich weit zurück in die Vergangenheit reisen lässt...

Sie ist dunkel und kein willkommener Ort

Wie angekettet zieht man mich hinein

Meine Stimme verstummt

Schreie verfallen

Reicht mir Eure Hand

Zieht mich raus, raus in das blaue Land

© Mavi 13.12.2019