Gedånk‘n zur Weihnacht 2018

Warum san denn de Leit dåmals zur Krippn gånga?

I glaub, se alle håm wås braucht

von dem kloanen Kind…

Se wollt‘n mit ihrer Sehnsucht ånkemma,

an Plåtz finden zum Dåsein.

Jeda suacht doch so an Ort,

wo er mit seine Gefühle oanfach ångnumma is.

De Hirt‘n zum Beispiel – die håm große Ångst g‘håbt

und wår‘n gånz verlor‘n in da Dunklheit.

Se wollt‘n zum Liacht…

Und des kloane Lampal håt zittert und g‘frorn,

bis es in da Wärme vom Stall g‘legn is.

Jå und de Sterndeuter, de König,

wår‘n Suchende - belesen und g‘scheit –

doch womöglich håm‘s zweifelt

und die Bestätigung braucht.

Weil glauben alloa – des fållt uns alle schwar.

Sogar mit‘n Herodes håm ma wås gleich –

nämlich, dass uns ois, was hilflos und schwach in uns is,

bedroht und wütend måcht.

Aba des kloane Kind, so hat si aussa g‘stellt,

hat mit seiner Liebe alle Menschen verändert – a uns.

Wia den Josef, der si auf amoi für sei Frau, die Maria,

auf‘n Weg g‘måcht håt, der ihr Hålt und Schutz

geb‘n håt in ana ungewissen Zeit.

Des håt die Maria dringend braucht,

damit sie bereit sei håt kinna

für die Geburt von Jesus, Gottes Sohn.

Nix anders als Vertrauen hat si durchtråg‘n –

Vertrauen, dass åll‘s guat wird.

In manch ana Stund geht’s uns genauso:

Da brauch ma a des Jå zum Leben, obwohl ma net

wissen, wia‘s weitergeht.

Und wås håt der Stern vo Bethlehem g‘måcht?

Der hat sei Liacht verströmt, strahlend und hell,

weil darin sei Sinn liegt, oanfach zu leichtn – so schea

und uns damit zu berühr‘n

A wir kinnan mit unserer Helligkeit den Weg

zum Nächst‘n find‘n, ånkemma,

die weihnachtliche Botschaft vom Fried‘n

lebendig werd‘n låss‘n und in unsa Leb‘n bringa.

© Monika Bayerl