Kaum zu glauben...

  • 158
Kaum zu glauben... | story.one

In meiner frühen Schulzeit war ich sehr schlecht in Deutsch und absolut lesefaul. Doch mit den Jahren hat sich das schlagartig geändert. Diese Veränderung hat mich durch so manche herausfordernden Lebenslagen getragen. Ich muss gestehen, mein Halbjahreszeugnis in der 2. Klasse Hauptschule sah generell nicht gut aus. Wundert mich heute absolut nicht, so wie meine Kindheit damals ablief. Mir half niemand bei den Hausaufgaben. Da gibt es so manch unschöne Situation. Doch als braves Mädchen, um Liebe und Anerkennung ringend, auch um nicht zu sehr auf der Tasche meiner Familie zu liegen, lernte ich rasch dazu. Es waren nur drei Nachhilfestunden notwendig, um meine Note auszubessern. Unglaublich, wie rasch ich dann dazu gelernt habe. Ich konnte diese schlechte Note von einer VIER auf eine glatte ZWEI ausbessern. Und das innerhalb eines halben Jahres! Seither ging es nur mehr bergauf. Ich begann meine Karriere als Lesebegeisterte und kleine Schriftstellerin. Bereits in jungen Jahren wusste ich meiner Fähigkeit der Ausdrucksweise.

Dies führte dazu, dass mich meine Mutter bereits sehr früh Schreiben an das Gericht schrieben lies. Es ging um die Zahlung der Alimente meines Vaters. Sie selbst dürfte dazu nicht fähig gewesen sein. Ich bekam eine mechanische Schreibmaschine und war nicht mehr aufzuhalten. Zusätzlich verschlang ich Bücher, welche gerade in meine Lebenssituation passten. Oder meine vielen Hobbies unterstützten. Auch durch die Schulzeit und die interessanten Ausführungen der Lehrkräfte war der Geschichtsunterricht eine zusätzliche Bereicherung. Einige dieser Bücher haben sogar mein Leben verändert, mein Selbstbewusstsein gestärkt, ein Aha-Erlebnis verursacht. Eines davon, mein Favorit „Siddharta“ von Hermann Hesse, wo ich ein Referat hielt und von Josef Kirschner „Die Kunst ein Egoist zu sein“.

Oft wurde es zu einer regelrechten Sucht, mich für gewissen Themen zu interessieren. Ich verschlang ein Exemplar nach dem anderen. Das war auch gut so, sonst wäre ich heute nicht da, wo ich jetzt stehe. Wenn ich Texte von mir aus früheren Tagen lese, bin ich oft über mich selbst überrascht. Hier auf Story.one findet man durch all die vielen tollen Geschichten neue Inspirationen, seine wichtigen Themen niederzuschreiben.

Daher möchte ich den „Machern“ dieser Seite einmal ein herzliches DANKESCHÖN für diese Möglichkeit aussprechen! Auch ein Dankeschön an all die vielen tollen Stories in dieser Community. Unglaublich, wie viele großartigen Talente hier unterwegs sind. Es macht richtig süchtig, sich hier auszutauschen, wieder eine neue Geschichte zu verfassen. Hoffend, dass diese auch anderen gefällt. Beobachtet, wie ein positives Feedback nach dem anderen hereinpurzelt. Danke, Danke, Danke!

Durch all diese Möglichkeiten verändert sich vieles zum Positiven. Zumindest ich profitiere sehr stark davon. Irgendwann werde ich mein erstes Buch in den Händen halten. Doch das sollte gut überlegt sein.

© Moschu