Dem Tod entkommen

In dieser Geschichte handelt es sich um ein Erlebnis meiner Großmutter.

Es war Winter. Wie jedes Jahr hatte es sehr viel Schnee, was sehr anstrengen war. Es gab viel Arbeit und es war auch sehr kalt. Meine Oma und ihre älteren Geschwister gingen zu dieser Zeit in die Volksschule. Die Volksschule lag mitten in der Gemeinde, jedoch lag der Bauernhof ca. 4km weiter weg in Richtung Gebirge. Die Schule erreichten sie nur zu Fuß oder im Winter eben mit dem Schlitten.

Eines Tages mussten meine Oma und ihre Geschwister, wie jeden Tag, im Stall helfen. Wenn sie fertig waren, gingen sie in die Küche und frühstückten. Oft gab es ein Schwarzbrot mit Butter. Manchmal auch warme Milch.

Als sie zur Schule mussten, holten sie den Schlitten aus der Holzhütte und zogen sich selbstgestrickte Handschuhe und Hauben an. Die waren besonders warm. Die Straße war bedeckt mit Schnee, sodass sie problemlos mit dem Schlitten bergab in die Schule fahren konnten. Dass machten sie jeden Winter, sonst gingen sie aber zu Fuß.

Sie waren schnell unterwegs, als plötzlich ein lauter Donner zu hören war. Sie dachten zumindest, es sei ein Donner gewesen. Als das Geräusch aber nicht aufhörte und immer lauter wurde, sahen sie zu den Bergen hinauf. Es war eine Lawine. Eine große Lawine. Sie stoppten sofort den Schlitten und kamen nach einigen Metern zu stehen. Es war sehr laut und man konnte hören, wie die Lawine Bäume umriss. Sie versteckten sich schnell hinter einem Baum. Alle hatten große Angst.

Als es leise war, blickten sie hervor. 100m von ihnen entfernt ging die ca. 15m breite Lawine über die Straße. Alle waren sehr geschockt und liefen schnell nach Hause. Sie erzählten es ihrer Familie. Beim Nachbarn, der auf der Höhe wohnte, wo der Schnee der Lawine abbrach, zerbarsten die Fenster, aufgrund der Druckwelle. Es war wirklich schlimm und natürlich wurde die Straße sofort gesperrt. Sowas konnte öfters passieren bei solchen Schneemassen. Es ist nie vorhersehbar und könnte jederzeit passieren.

Zum Glück kamen alle nur mit einem Schock davon und das Leben ging weiter.

© Nina