Das Schreiben...

Neulich saß ich mit ein paar Bekannten, ein paar Neue, ein paar alte Freunde, wir saßen beisammen und wollten etwas schreiben. Es war ein schöner Tag, jedenfalls kamen wir irgendwann auf die Idee, einen Timer auf 7 Minuten zu stellen und unsere Gedanken auf Papier zu bringen.

Sobald der Timer gestartet wurde, ging es auch schon los, Kugelschreiber eilten so schnell es unsere geschickten Hände zuließen über das Papier und versahen es mit einer wunderbaren Spur, ein jeder schrieb so schnell er konnte und hastig füllten sich die Zeilen, ein Jeder schrieb in diesen paar Minuten mindestens eine DinA4 Seite voll und wäre da nicht dieses Limit gewesen, hätten wir noch mindestens eine weitere vollgeschrieben. Es war dieses Limit, das uns dazu antrieb so schnell zu schreiben, und wenn man das Schreiben eben mit einem Limit vorstellt, sozusagen ein Spiel daraus macht, dann wird es interessanter.

Einige brauchen ein Limit, wie sieben Minuten, oder 2500 Zeichen. Wie dem auch sei, die Geschichten waren unglaublich interessant und dies hat mir dabei geholfen, mich wieder auf das Schreiben selbst zu fokussieren. Ich habe lange nicht mehr für diese Seite geschrieben, zumeist habe ich private Texte, Briefe oder lange Geschichten geschrieben. All dies hilft mir dabei, mich auf mich selbst zu besinnen, es ist sozusagen ein warmes Licht im Winter und eine Ruhepause im Sommer. Es ist ein wunderbares Gefühl der Freiheit, eine Zuflucht in der hektischen Welt, meine kleine Insel inmitten der Unverständlichkeit und Vergänglichkeit unserer Zeit. Ich weiß nicht, ob überhaupt jemand das hier lesen wird, falls doch so frage ich, geht es euch ähnlich? Hier brauche ich keine Angst haben, ich kenne niemanden hier persönlich und wenn es zu viel wird, kann ich einfach den Computer deaktivieren.

Zurück zu dem Schreiben... Ich denke, die meisten Menschen können lesen und schreiben, jeder hat etwas zu sagen, jeder kann jedem weiterhelfen, keiner ist allwissend und jeder kann etwas anderes gut. Das Schreiben ist ein Austauschen von Informationen, quasi wie das Sprechen, nur kann man hierbei sehr lange überlegen, man muss sich nicht immer auf ein einzelnes Thema stützen, man kann Dinge tun, die man in der Realität nur träumen kann, man ist sozusagen eine überlegtere Version seiner Selbst.

Das war mal wieder nur ein kurzer Text, um mal wieder in das Schreiben für diese Website hineinzukommen. Letzte Frage: Interpretiere ich es richtig, dass diese Seite hier sowohl für Meinungen, als auch für Kurzgeschichten ist?

© Othemph