Ziele setzen oder Gelegenheiten nützen?

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Ziele setzen oder Gelegenheiten nützen? | story.one

Gerade Sportler/-innen zeichnet es aus, sich Ziele zu setzen und diese kompromisslos zu verfolgen. Diese Strategie der Planung ist im Alltag nicht immer angebracht, denn auch Sportler/-innen können allen Vorstellungen zum Trotz nichts erzwingen. Was hilft dann?

Wenn ich ruhig, bei mir selbst bin, verspüre ich in der Regel keine Notwendigkeit für persönliche Veränderungen. Ist meine Einsicht jedoch eine andere, erfordert es entsprechendes Handeln. Nun geht es nur darum, den nächsten Schritt zu setzen. Die Beantwortung der Frage „Was würde ich tun, wenn ich sicher wäre, dabei erfolgreich zu sein?“ hilft mir, die ungefähre Richtung zu bestimmen. Ab jetzt zählt nur die Erfahrung. Eine Erfahrung bedingt die andere. Ich erweitere mein Gebiet.

Ich sollte jedoch nicht verbissen eine bestimmte berufliche Position anstreben, ich verliere sonst meine Lockerheit. Erfolgreich kann ich auch in anderen Bereichen und auf anderen Positionen sein. Entscheidend ist, den passenden Moment abzuwarten, vorbereitet zu sein, um dann handeln zu können.

Dazu eine kleine Fabel: Ein Bauer hat eine Maus im Haus und kauft sich daher eine Katze. Die Maus ist schnell und schlau, die Katze erwischt sie nicht. Der Bauer tauscht die Katze aus. Die neue Katze schläft nur, die Maus scheint sie nicht zu kümmern. Der Bauer wird ungeduldig, die Maus immer unvorsichtiger. Und eines Tages – urplötzlich – nützt die Katze die Gelegenheit, fängt die Maus mit einem Tatzenstreich.

Merksatz für den Resilienzfaktor "Ziel- und Zukunftsorientierung":

"Wer ein Wozu zu leben hat, erträgt fast jedes Wie." [Nietzsche]

© Peter Gurmann 24.08.2019