Komm, großer schwarzer Vogel!

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Komm, großer schwarzer Vogel! | story.one

Geh kum, großer schwoarza Vogl. Geh bitte kum, hau afoch o!

AUF GEHT´S

MITTEN IN DEN HIMMEL EINE

NED TRAURIG SEIN

NA, NA, NA

IS KA GRUND ZUM TRAURIGSEIN!

Im Gegenteil. Oiso I tat jubeln wannst die endlich schleichn tätst.

Hupf afoch in Gatsch und schlog a Wölln! Oida, zupf die afoch. Und nimm a dei große Famülie mit, hauts eich endlich olle über die Heisa!

Schau, glei do vurn is a risiega Park - kennts eich ned durt umtreim?

Ihr gehts uns so oarg am Zaga! In olla Friah scho des G'schrei. Fau, wann i des scho hea hob i scho gnua!

De schenan Bischl auf unserer Terrassen hobts uns ausgrom aus da Erd und die Wurzeln hobts gfressen. Da gaunze Dreck, de Erd, ois liegt umanaund und die Bleamal überlem des do a ned!

Am Ostersunntog homma de Ostaeia und de Schoklad auf da Terrassen vasteckt, mittn in da Nocht homma fia die Kinda Osterhos gspüt, in da Költn. Wos woa, ur zeitig in da Fruah hobts mi scho ausn Schlof kreischt. Bis i draussn woar, woar ois aussezaht. Von de Überraschungseia wor nur mehr die Überraschung do, de Schoklad hobst aussagfressen, mitsaumt de Papierl wors weg. Die Nochborn hom wochenlaung no des laare Staniolpapia in ihre Gärtn gfundn. I hoff es hobts gscheit Mongweh kriagt davo. A de zuagmochten Ostersackerl hobts aufkriagt, i waß gor ned wias des gschofft hobts, bled seids anscheinend ned. De gfearbtn Eia worn aunpeckt, gschmeckt hom eich de wohl ned, owa für die Kinda worns a varlurn aso.

Des Saundspüzeig vazahts uns über de gaunze Terrassen, auframa is fia die Fisch, am nächsten Tog schauts frisch wieda aus. I pock Eich ned.

Dann gackts uns ständig mitten auf de Gortnmöbeln, sogoar aufn Tisch! Hobts es üwahaupt kan Schenierer?

Die Nochbarin is a scho so haß, seitdems ihre wunderschenan Bischln umbrocht hobts. Sie hot an greanen Dam und redt sogar imma mit ihre Pflaunzen. Jetzt hots owa aufgrüst, hot große Nägl um de Blumentrog gstöllt. Wanns jetzt ned aufpassts beim Laundn sads Schaschlik! Owa i glaub es nutzt eh nix. A der foische Vogl, dens aufgstöllt hot, bringt nix, i glaub Ihr lochts uns eh nur aus.

Wos is, prowiermas in Friedn? Do gegenüber, do gibts ane, die findt Eich leiwand, die tuat eich sogar füttern. I vasteh des eh ned. Owa bleibts vielleicht afoch durt? Dearfts a ob und zua umeschaun zu uns und wir winken Eich freindlich umme, guat?

Owa in da Gham, wenns es furt seids, wer i jubeln!

I WER SINGEN

I WER LOCHN

I WER "DES GIBT'S NET!" SCHREIN!

I WER ENDLICH GLÜCKLICH SEIN!

Kum, großer schwoarza Vogl, hau afoch o!

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Danke an den großen Ludwig Hirsch, Servas nach oben und bitte ned bös sein fürs Textstellen ausborgen...:)

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Tipps zur erfolgreichen (aber tieffreundlichen!!) Kriegsführung gegen die Krähen werden gerne angenommen :-)

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Bild: Stary Smok - Unsplash

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