Denk an dich

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Denk an dich | story.one

Ein Schlag trifft mich. Alles geschieht in meinem Kopf. Es ist ein gewaltiges Pochen und Pumpen. Ich sehe nur ein Bild von einem Haus im Grünen und höre laute Sirenen, die sich in meinem Kopf abspielen. Der Schmerz quält mich fürchterlich. Ich spüre eine Nässe auf meinen Wangen, welches von meinen Augen tropft. Ich bin außer mich und bin viel zu müde um das Geschehen zu hinterfragen, bin viel zu müde um zu sehen was um mich herum passiert. Meine Augen sind offen, aber ich sehe nur das verdammte Haus. Ist das etwa die Realität oder spielt mir meine Psyche etwas vor. Mein Verstand hat aufgegeben, ich möchte nur mehr schlafen. Jedoch lässt das lästige Pochen nicht los. Es wird stärker und mein Sehvermögen schlechter, es verblasst alles um mich.

Es ist 20:25 Uhr. Ich sehe mich vor dem Notebook tippen, ein Dokument ist offen. Was ich schreibe oder woran ich arbeite ist fraglich. Von meinem rechten Blickwinkel kann ich einen Kaffeebecher sehen, halbleer, und zu meinem Linken vibriert mein Handy. Im Hintergrund spielt eine Melodie vom Studio Ghibli. Ich glaube, ich bin völlig durchgedreht. Wann ist das alles passiert? Ich konnte es nicht beschreiben. Jedes Mal überrascht mich mein Wahrnehmungsvermögen auf das Neueste. Manchmal befinde ich mich Mitten in einem Film, denn ich nie zuvor gesehen habe und ein anderes Mal sitze ich im Flugzeug. Nein, ich bin nicht durchgedreht, nur überarbeitet.

Nehmen wir uns Zeit für uns selbst! #workhardbutbekindtoyourself

© RA 26.02.2020