Verworrene Familienverhältnisse

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Verworrene Familienverhältnisse | story.one

Hab gerade eine grossartige story gelesen über turbulente Verbindungen zwischen der Schwester eines Nachbarn und der Schwiegermutter des Sohnes mit niemals geschlagenem Hund...- oder so ähnlich. Da hab ich mir gedacht, nicht grad solche (sowas kann nur ein Flaco!), aber durcheinandige Verhältnisse hab ich hier genug. Ich schreib jetzt nicht darüber, wie die Menschen hinter den Viecherln mitsammen in Verbindung stehen. Sowas überlasse ich den Damen in der Saunarunde, wo alle mindestens Cousinen dritten Grades sind. Oder Geschwister vom Grossonkel. Ich geh jetzt mal nur unsere Viecherln durch, das allein ist ganz schön lustig. Find ich halt. Und ich brauch jetzt was zum Lachen, weil ich grad einen eher unlustigen Befund bekommen hab. Also...

Unsere Schaferln. Fünf an der Zahl. Eine, nämlich Mona, ist die Mama von allen anderen, nur die Väter sind nicht dieselben. Das heisst, dass die vier Jungen alle halbverschwistert sind. Eine Mutter, drei Väter, zwei halbstarke Damen und demnächst wohl drei Babies. War für eine tolle Mama, die hat schon allerhand geleistet!

Anders unsere Enten, Adam und Eva. Sind zwar Laufenten, aber Adam hatte anfangs das Fliegerte. Als wir ihn voriges Jahr bekamen, ist er gleich am nächsten Tag abgehaut. Später hat er seine Eva mitgenommen, der grössere Fischteich hat ihm besser gefallen. Nur gefiel das den Teichbesitzern nicht so sehr, also mussten wir die beiden immer wieder heimtreiben. Immerhin legte Eva brav Eier, und als sie dann zu Brüten begann, da bleib Adam treu in der Nähe. Und wir haben uns so auf Entengewusel gefreut. Nix da. Täglich schubste sie wieder ein kaputtes Ei aus dem Nest. Kein einziges Baby ist geschlüpft. Im Herbst hat Eva nochmals gebrütet. Wieder gab's kein Baby. Und jetzt legt sie wieder Eier..., vor drei Jahren hatten wir mal mit zwei Entenmamas 28 Wuserln, jetzt wär ich schon mit 5 Flauscherln selig....

Die Hendl- und Katzenverhältnisse sind nicht nachvollziehbar oder fad. Hendln von kreuz und quer, Katzerln sind einfach zwei Brüder und zwei Schwestern, also fad.

Ganz anders bei unseren Hunden. Naja, unsere Amelie ist eigentlich auch langweilig. So eine, die , wenn sie Menschin wär, den kleinen Finger vornehm abspreizen würde. Nämlich eine von und zu, obwohl ihr Blut nicht blau ist.

Lustig wirds bei unserer Grisu. Die ist eine Mischung aus der halben Hundewelt dieser Region und hat uns selbst in zwei Würfen 15 Babies geschenkt. Allerliebste Kunterbunterln. Und jetzt haben wir bei einem Nachbarn eine Grisuverwandte:

Der Bärli aus ihrem letzten Wurf, der hat tatsächlich voriges Jahr seine eigene Grossmutter (also Grisus Mama) geschwängert. Eines dieser Babies ist jetzt bei unserem Nachbarn. Luna ist also sowohl Grisus Halbschwester als auch ihr Enkerl. Aber da sieht man wieder, dass innige Familienbande nicht selbstverständlich sind. Trotz Schwester und Grossmutter und Enkerl will zwischen den beiden nicht einmal Freundschaft entstehen...

© rebella-maria-biebel