Froschkonzert- Im Auftrag der Natur

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Froschkonzert- Im Auftrag der Natur | story.one

Es ist eine laue Sommernacht, in unserem Garten steht alles in voller Blüte alle Gräser und Sträucher entfalten gerade ihr volles Potenzial. Bis kurz vor Mitternacht haben mein Mann und ich unser kleines Paradies zu dem wir auch einen Naturpool zählen dürfen genossen. Ich freue mich jedes Jahr aufs Neue solche Abende im Einklang mit der Natur zu erleben. Von überall her kommen Geräusche, die etwas Magisches und Geheimnisvolles vermitteln. Das Zirpen der Grillen unter diesem wunderschönen Sternenhimmel versetzten mein Herz in harmonische Schwingung. Auch unser Kater Willi fühlt sich sichtlich wohl, sein Schnurren hört sich an wie leise Musik. Ich liebe es mit meinem Mann zu philosophieren und gute Gespräche zu führen. Ein Glas Rotwein entspannt richtig gut und lässt einen das Gefühl von Urlaub erleben. Doch auch so wundervolle Nächte verhindern nicht, dass einen irgendwann die Müdigkeit überfällt. Mit einem entspannten wohligen Gefühl gehen wir zu Bett. Gerade als ich glaube ins Land der Träume hinüber zu gleiten ist es wie aus dem Nichts da, dieses laute, extrem laute Quaken. Oje nicht schon wieder denke ich noch, da schiesst mein Mann schon aus dem Bett. "Jetzt reichts mir entgültig, jetzt muss was geschehen, das halte ich nicht mehr länger aus."Ich muss dazu sagen das geht jetzt schon seit ein paar Wochen so, durch das geöffnete Schlafzimmerfenster fühlt sich das an wie eine Sirene, die plötzlich loslegt und nicht mehr aufhört. Viele Male habe ich meinen Mann gut zu reden können."Das ist halt Natur und die Frösche fühlen sich wohl bei uns, ist doch schön" doch jetzt ist es dafür zu spät. Ich befürchte Schlimmes. Also was tun? Mein erster Gedanke, du musst hinterher und die Wogen glätten.Ich sehe gerade noch rechtzeitig als ich im Garten ankomme, wie die Hand meines Mannes nach einem Stein greift."Nein" schreie ich laut, ich werde dafür sorgen, dass Ruhe einkehrt". Ich hole einen großen Eimer in dessen Deckel ich viele Löcher bohre. Bewaffnet mit zwei Stirnlampen und einem Kescher ging es jetzt auf Froschfang. So viele putzige, giftgrüne, kleine Frösche übereinander, schwimmend im Pool und sogar zwischen der Hecke versteckt. Im Team haben mein Mann und ich viele kleine Quellgeister eingesammelt."Und jetzt? Was willst jetzt mit ihnen Tun? Ja was wohl, ich werde sie vor dir retten". Ich schnappte mir den Kübel mit den Fröschen, verstaute ihn sicher in meinem Auto und fuhr mit meiner kostbaren Fracht in die Nacht hinein. Ich fahre einige Kilometer zu einem mir bekannten Ort, an dem sich ein natürliches Biotop eingebettet in grüne Wiesen und Wälder befindet. Ich nahm den Kübel aus dem Auto öffnete den Deckel und schenkte meinen kleinen Freunden die Freiheit. Sie hüpften voller Freude und Elan und mit einem Platsch hinein ins kühle Nass, ich hatte das Gefühl sie haben mir daür gedankt, ein schönes Gefühl. Es war zwar mitten in der Nacht und mein Outfit war im Pyjama, doch für mich war es eine erfüllte Nacht im Dienste der Natur.

© Regenbogen 22.04.2019