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GREGORIAN-Konzert in der Wiener Stadthalle

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GREGORIAN-Konzert in der Wiener Stadthalle | story.one

Es gibt in meinem Leben so einige Musik-Lieben - eine dieser speziellen Lieben ist "GREGORIAN-Masters of Chant", deren Fan ich schon seit Anbeginn an bin. Die Künstler sind klassisch ausgebildete Sänger aus GB, die im Stil der Mönche singen und auftreten, jedoch vermischt mit modernen Pop/Rock-Elementen.

Die echten, alten gregorianischen Choräle haben, wie man erforschte, wirklich heilsamen Charakter, was an der einzigartigen Tonfolge liegt, die etwas meditatives in sich trägt.

Eines ihrer ersten wunderbaren Lieder war "Moment of peace", das sie gemeinsam mit der großen Sarah Brightman aufnahmen. Dieses tiefgründige Lied schaffte es sogar in die österreichische Hitparade, auf einen der vordersten Plätze. Damals gabs sogar noch die guten alten Videokassetten, welche ich mir natürlich alle kaufen mußte von Gregorian. Das erste Video drehten sie in Irland, gefolgt von Santiago de Compostela. Wundervollste Landschaftsbilder zu dieser einzigartigen Musik. So zu Herzen gehend. Mein Gott, wie oft ich diese Videos wohl angesehen, ja richtiggehend verschlungen haben mag?! Diese Musik war so heilsam für mich, bestärkte und baute mich gleichermassen auf, in den vielen schweren Stunden, als ich nicht wußte wie es gesundheitlich weitergehen sollte...

Als ich es nach vielen Jahren wieder so einigermaßen auf die Beine geschafft hatte, erwachte in mir der unbändige Wunsch, einmal Gregorian live sehen zu wollen. Es sollte nicht lange dauern, bis ein Konzert in der Wr. Stadthalle beworben wurde. Sofort rief ich dort an und reservierte 3 Plätze in den vordersten Reihen.

Der Tag des Konzertabends rückte immer näher und ich konnte es kaum noch erwarten. Es war ein klirrend kalter, regnerischer Abend im April 2013, als ich mich mit meiner Familie auf den Weg in die Stadthalle machte. Ich war damals grippig angeschlagen und bibberte ziemlich in meinem bodenlagen lila Samtkleid.

Am Weg in die Halle F entdeckte ich einen Sanitäterraum, was mich sehr beruhigte. Als das Konzert begann, rang ich zwar alsbald nach Luft, da ziemlich viel Bühnennebel und Pyrotechnik eingesetzt wurde, um das Bühnenbild wirkungsvoll zu gestalten, doch ich hielt bis zum Ende durch, dem Himmel sei Dank.

Gregorian gaben wahrlich ihr Bestes, sowohl stimmlich als auch showmässig. Der Saal bebte, das Publikum tobte. Es waren viele meiner Favoritensongs dabei, das tolle Lied "Vienna" so passend zu Wien. Als sie dann gegen Ende "Halleluja" anstimmten und mitten durchs Publikum schritten, wurde ich ganz kribblig. Ich hatte mitbekommen, dass die Gattin eines Sängers hinter uns saß, da das herzige Töchterl spontan auf die Bühne geholt wurde. Mutig sprach ich sie in meinem Schoolenglish an bezüglich Autogrammen. Sie meinte, dass die Boys manchmal ins Foyer kämen nach Konzerten. Leider war dies an diesem Abend nicht der Fall.

Im Auto ließ ich das Erlebte Revue passieren, alles in mir pulsierte. Dankbar strahlend strich ich über das noch gekaufte Fan-T-Shirt ...

© RENAvonRAVENSTEIN 17.10.2019

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