Tod?!

Ein 4 Jahre altes Mädchen weiß nicht viel über den Tod obwohl er allgegenwärtig ist. Man merkte nur das etwas nicht stimmt, das man krank ist jedoch nicht was das für Folgen nach sich zieht.

Das 4 Jahre alte Mädchen ist nicht gestorben auch nicht nachdem Sie mit 18 Jahre wieder krank wurde. Viele würden sagen Sie sei eine Kämpferin, das ist Sie nicht, nicht weil Sie immer wieder die Krankheit in die Knie zwingt, sondern weil Sie jeden Tag aufs neue kämpft um Ihren Alltag zu meistern.

Sie ist eigentlich ein liebevoller, froher und hilfsbereiter Mensch - man kann alles von Ihr haben doch keiner kennt Sie richtig. In manchen Situationen wirkt Sie hart und kalt aber nur weil Sie schon zu viel in Ihrem Leben gesehen hat.

Die Krankheit ist nicht das schlimmste, das Leben selbst hat Sie gezeichnet. Die Menschen in Ihrer Umgebung haben Sie geprägt und zu dem gemacht was Sie heute ist.

Jeder einzelne von uns hat sein Gepäck zu tragen, doch dieses kleine Mädchen hatte für ein Leben schon genug - doch geht es mit jedem Tag weiter. Ja, Sie hatte Suizid Gedanken, ja Sie hatte es auch schon versucht doch der Wille das, dass Leben mehr zu geben hat als nur Schmerz und Trauer brachte Sie dazu es weiter zu versuchen.

„Es muss doch mehr geben“ schreite Sie. Warum kann ich nicht so sein wie alle anderen, wieso bin ich mit dieser Last gestraft. Nach Ihrem Gefühl nach verfolgte Sie der Tod, egal wo Sie hinsah er ist da wie ein alter Freund. Geliebte Menschen gehen, so ist das Leben doch was ist danach? In der Religion heißt es, es sei eine Sünde sein leben selbst zu beenden. Doch was ist, wenn es keinen Ausweg gibt, wenn man für sich beschließt „Was genug ist, ist genug“?

Da merkte Sie das es nicht um Sie ging, wenn Sie die Reise antritt. Sondern um die Menschen die Sie liebte. Sie war Tod, doch die Menschen, die Sie in Ihr Herz geschlossen haben lebten doch weiter. Sie würden nun den Schmerz empfinden und Trauer. Sie werden nie wieder dieselben sein. Nun stellt sich eine Frage: Wie kann man nur so selbstsüchtig sein und sein eigenes Leben beenden und dabei nicht an die hinterbliebenen denken?

Rote Augen starren aus dem Spiegel, die Tränen fließen Ihr über das Gesicht, zu wenig Luft in Ihren Lungen. Keine Hilfe, kein Ausweg in Sicht.

Allein zieht Sie sich aus dem Dreck der Verzweiflung. Mit aller Kraft, die Sie noch in sich hatte schwörte Sie sich selbst ich bin nicht das nächste Opfer der Gesellschaft. Wenn mich die Krankheit nicht nieder steckt dann bestimmt auch nicht die Dunkelheit im Menschen. Mein Leben ist es wert gelebt zu werden, ich bin es wert geliebt zu werden und keiner kann mir was anders Sagen. Ich weiß wer ich bin.

Nun ist dieses Mädchen 26 Jahre alt, trägt Ihre Narben mit Stolz und lebt mit Humor und einem Lächeln auf dem Gesicht.

Natürlich gibt es manchmal Zweifel, Trauer aber auch Liebe und Geborgenheit.

Das ist Leben.

Das ist lebenswert.

© RoxleyLeeSmith