Zwischenwelt?

Schweißgebadet wache ich mitten in der Nacht auf.

Am Unterarm die Fingerabdrücke einer sehr großen Hand- ich kann fast nicht atmen.

Mein Brustkorb scheint mit Steinen gefüllt zu sein.

Ich träumte von Meister Propper, ein Spitzname eines Kunden von mir- er sah wirklich so aus, selbst der Ohrring war ident.

„Komm mit, ich muss dir was zeigen“- er schwebte über mir.

„Was willst du?“

„Komm mit“- er fasste mich am Unterarm und wir flogen über Wien.

Gelandet in einer Wohnung, sah ich seinen Körper blutüberströmt in einem Sessel sitzend.

Panik macht sich breit- „Ich zeige dir was passiert ist“

Die Zeit begann rückwärts zu laufen.

Er saß lebendig im selben Sessel und telefonierte. Die Tür ging auf, und die Ex schleicht in den Raum. Sie hat eine Kurzhaar Perücke auf.

Die Beiden haben schon lange einen Sorgerechtsstreit- sie hatte den Sohn in das benachbarte Ausland entführt.

Er kannte den Ort, und wollte das Kind am nächsten Tag holen.

Ich hörte nicht, was sie sprachen- plötzlich hatte sie einen Revolver in der Hand und drückte ab- Bauchschuss.

„Geh zur Polizei, sie soll mit dem Mord nicht davon kommen“

Mit diesen Worten war ich munter geworden.

Da saß ich- alles nur ein Traum? Wo kommen die Abdrücke her?

An Schlaf war nicht mehr zu denken- ich lenkte mich nicht sehr erfolgreich mit Musik ab.

In der Arbeit angekommen, war eine eigenartige Stimmung. Lag es an mir?

Meine Chefin winkte mich zu ihr „Stellen sie sich vor, Meister Propper ist tot- Selbstmord“.

Kurz überlegte ich etwas zu sagen…

Scheinbar gibt es mehr zwischen Oben und Unten- wer sollte mir glauben?

Vielleicht hat mir mein Unterbewusstsein einen makabren Streich gespielt.

Wenn es Geister gibt, können die lügen und manipulieren?

Hatte ich mich selbst am Arm gehalten? Die Abdrücke von der Bettwäsche diese sind auch größer…

© Sirius