Mediziner 48/173, untersetzt und auf Suche

nach seiner Traumfrau. Es ist Samstagnachmittag und Herr Dr. hat sich extra freigenommen. Er verspätet sich weil sein Navi ihn falsch abzweigen ließ. Schnell stellt sich aber heraus, dass der Herr Dr. insgesamt ein etwas chaotischer Mann ist. Seine Vita geht so: Aufgewachsen im Saarland, Papa Handwerksbetrieb, Mama Hausfrau. Geschwister keine. Studium der Medizin. Danach Arzt in Heidelberg. Nach 22 Jahren hat er genug und zieht in die Schweiz. Hauptgrund. Überbordende Bürokratie. Das Leben in der CH ist für ihn wie ein Schlaraffen-land-. Keine Kassenpatienten, die Leute seien viel entspannter und das Leben zwischen See und Berge einfach ein Traum.

Doch immer mehr denkt er an`s eigene Ableben, weil er regelmässig, (das will auch in der CH kein Arzt gern machen, höre ich), Pflegeheime besucht u. betreut. Er staunt darüber, wie ein nicht schwerkranker Pat. 1 Woche später tot ist. Und andere, die er als totgeweiht sah, noch nach 1 Jahr am Leben sind. - Der Mensch stirbt dann, wenn er will, sag ich. Dann hält er mir e. langen Vortrag über seine Tätigkeit in der aktiven Sterbehilfe, die er s. befürwortet.

Seit seiner 2 jährigen Kurzehe mit 30 ist er auf Partner-Suche. Hochgerechnet- seit es Internetsuche gibt. 1 Tochter "ein Unfall", existiert. Mit der sexuell verklemmten Gattin gabs kein Nachwuchs. Im Netz scheint er viele Abenteuer ausgekostet zu haben. Was Gescheites blieb außer einer schönen Thailänderin., nie hängen."Das Luder sponsere ich seit über 10 Jahren". Sie lebt in Bremen u. Bangkok." Die Nachfrage, ob es eine mobile Escortlady wäre, verneinte er beleidigt. Ich lass ihm seine Illusion. Rechne ihm vor, 10 solche Herren wie er - von Kopf bis Fuss monatlich verwöhnt, ergibt dies zwischen Matratze und Daunenbett ein Einkommen, das etwa einer gut gehenden Landarztarztpraxis entspricht. Sie hat ja kein zusätzliches Personal zu bezahlen. Sein Blick wird nachdenklich?? Jetzt ca 1000 km entfernt, kommen nun auch noch die Flüge von ZH nach Bremen dazu, jammert er.

Was sucht er? Den Absprung - nur mit neuer Perspektive käme er von dem schlampigen Verhältnis weg. -

Sein Ideal : 35-50, je reicher je lieber, schlank, schön u. sexy. Sein Bauch und pyknischer Ansatz, der fast fehlende Hals. (Soll wohl dazu passen)? Er liebt Minirock und High Heels. Gepflegt und intelligent mit Freude an Erotik.

Liebend gerne würde er in 2 Jahren privatisieren. Mit 65 bezieht Hr. Dr. 1900 Rente und die 2 geerbten Immobilien ergänzen dann auf 5500 im Monat ". Es wäre ein Hundeleben für ihn. - Teure Jeans, schicke Autos bleiben ihm wichtig. Und dann suche ich ja noch eine Immobilie für`s Alter....die Wunschliste ist lang....

Den 3. Latte Macheato schüttete er über seine weisse Baumwollhose, sein weißes Polo blieb verschont. Der Kellner war blitzschnell mit einem feuchten edlen, weissen Tuch zu Gange u. die Situation entspannte sich rasch wieder.

In ca 10 Tagen werden wir mit der Vermittlung starten und es wird spannend werden, welche Frau ihn wählen wird.

© Sissy-Bender