Fünfter sein

Der Himmel ist eine blaue Wanne

mit Schauminseln zart wie Gaze.

Ich tauche hinein, kopfunter,

wie damals als Kind beim Baden

ins lauwarme Wasser. Als siebte

und letzte. Erst die Eltern, dann

die Kinder. Fünf, vier, drei, zwei,

eins. Ich halte die Luft an. Puste sie

langsam mit gespitzten Lippen hinaus.

Blubbere, bis die Lungen schmerzen.

Japsend tauche ich auf und drücke

die Stoppuhr, knallorange und wasserdicht.

Einsamer Rekord: Ich habe mich

mal wieder selbst überboten.

© StellaArtois