Corona: Ein Lob unserer Jugend!

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Corona: Ein Lob unserer Jugend! | story.one

In meiner letzten Geschichte habe ich versucht, den Fortschritt der Medizin anschaulich zu erklären - mit dem Gedanken im Hinterkopf: Was wäre gewesen, wenn diese Pandemie vor 70 Jahren passiert wäre?

Heute möchte ich mich mit Demut und Bewunderung dem Lob für die vielen Menschen im medizinischen Bereich, im Versorgungsbereich, bei der Rettung, Feuerwehr und sonstigen Einsatzkräften und nicht zuletzt bei den vielen Freiwilligen anschließen!

Ganz besonders hervorheben möchte ich aber einmal die Jugend. Angefangen von der sogenannten 'Babyboomergeneration', denen man immer so viel Egoismus, Herzlosigkeit und noch alles mögliche nachsagt: So sind sie nicht! Es ist ihnen nicht egal, was mit uns Alten passiert, sie sorgen sich um uns, sie versorgen uns mit dem nötigen Abstand, sie trösten uns, falls uns Traurigkeit ob fehlender Nähe überfällt, sie lassen sich über Radio oder digitale Medien zum Geburtstag ihrer "Oldis" so viel einfallen - es ist einfach wunderbar! Und das, obwohl sie doch sicher genug eigene Sorgen und Probleme haben: Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Home-Office, Kinderbetreuung, Geld- und Existenzsorgen, Partnerprobleme usw. usw.

Nein, sie sind nicht der Meinung " Es gibt sowieso schon genug Alte und wir müssen für ihre Pensionen arbeiten, also sind sie uns wurscht, wir schauen auf uns selber" - so wie einige Wenige es in der Vergangenheit kundgetan haben. Nein, sie sind liebevoll, fürsorglich und einfach menschlich! Sie sind wunderbar und ein Geschenk für uns.

Und die ganz Jungen, diese angeblich nur konsum- und partysüchtige Generation - sie sorgen sich auch um die Großeltern und Eltern, sie melden sich freiwillig für Einkaufsdienste und alle möglichen Hilfsdienste. Sie rücken wieder zum Bundesheer ein oder verlängern den Zivildienst usw., obwohl ihr Leben gerade sehr durcheinander gewürfelt wird. Alles ist plötzlich unsicher: Matura, Studium, Arbeit oder Aufbau eines eigenständigen Lebens... Auch räumliche Trennung, obwohl man doch gerade soo so verliebt ist, belastet. Vielleicht gibt es nirgendwo Trost, wenn man in einem dunklen Tief ist. Wer hat denn momentan ein offenes Ohr für deren Sorgen?

Ja diese Zeit, die wir momentan erleben, bringt Zeit für viele Gedanken mit sich und tiefe Dankbarkeit und auch ein wenig persönlichen Stolz auf unsere Erziehung, denn dieses Resultat kann sich sehen lassen! Wie würde der 'größte Präsident aller Zeiten' sagen? We did a good Job!

Nach dieser Pandemie wird nichts mehr sein, wie es war. Wir hoffen so sehr für die nachfolgenden Generationen, dass sich doch Vieles zum Guten entwickelt, dass der Zusammenhalt und die Rücksichtnahme aufeinander bleiben, dass das Klima sich erholt und die Menschen glücklicher und zufriedener sind. Vielleicht haben wir ja noch ein wenig Lebenszeit und können uns darüber freuen?

© Sunhild Brunauer 05.04.2020