Nightshow in Maria Alm

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Nightshow in Maria Alm | story.one

Es war früher Nachmittag, als wir endlich zurück in unser Hotel kamen. Seit 9 Uhr in der Früh waren meine Schwester Zoe, unsere Freundin Sofie, ihr Freund Finn und ich unterwegs auf der Piste. Heute waren wir schon etwas früher zurückgekommen, um uns für die alljährliche Nightshow in Maria Alm fertig zu machen.

Als wir unsere Ski in den Skikeller gestellt und die Skischuhe ausgezogen hatten, gingen wir in unsere Zimmer und machten uns für die Show fertig. Da wir letztes Jahr schon einmal dort gewesen waren, wussten wir bereits, was auf uns zukommen würde. Trotzdem freuten wir uns alle auf die Auftritte der Schilehrerinnen und Schilehrer des Schigebietes. Dieses Jahr würde sich die Show außerdem von der letztjährigen unterscheiden, da es diese Veranstaltung schon seit 25 Jahren gab und heuer ein Jubiläum gefeiert wurde.

Nachdem wir uns alle vier warm angezogen hatten, verließen wir unsere Unterkunft und machten uns auf den Weg zur Talstation des Schleppliftes in Maria Alm. Von weiten erkannten wir bereits den 25er, der mit blauen leuchtenden Buchstaben auf der Piste angebracht wurde.

Endlich ging es los. Die Schilehrerinnen und Schilehrer fuhren in verschiedenen Formationen den Hang hinunter. Es war echt toll anzusehen. Bei manchen Abfahrten trugen die Schifahrer Anzüge, die mit bunten LED-Lichtern ausgestattet waren. So fuhren sie zum Beispiel alle mit Rot blinkenden Anzügen den Berg hinunter. Es gab sogar ein paar Männer und Frauen, die über die große, aus Schnee bestehende Schanze sprangen. Sie machten dabei die tollsten Tricks, wie zum Beispiel Vorwärts oder Rückwärtssaltos. Wir vier waren einfach nur begeistert und beeindruckt. Gegen Ende fuhren alle Schilehrer und Schilehrerinnen zusammen die selbe Piste hinunter. Sie bewegten sich in Schlangenlinien und jeder bzw. jede trug zwei Fackeln in seinen bzw. ihren Händen. Da die Show spät am Abend stattfand, war es bereits dunkel und man konnte nur die hellen Punkte der Fackeln erkennen. Ganz am Ende gab es noch ein großes Feuerwerk. Jede Abfahrt wurde von einem DJ mit viel Musik, passend zu jedem Auftritt begleitet.

Am nächsten Tag beschlossen wir, ähnliche Formationen auszuprobieren. Wir stellten uns zu viert auf die Piste und fingen an. Finn und ich standen auf der einen Seite und Zoe und Sofie auf der anderen. Dann setzten wir uns in Bewegung. Wir fuhren in großen Bogen die Piste hinunter. Einer von jeder Seite fuhr immer zwischen den beiden von der anderen Seite hindurch. So schafften wir es eine einfache, aber trotzdem lustige Formation zu fahren. Um die Kurven gleichzeitig fahren zu können, riefen Zoe und Finn kurz vor jeder Kurve „Hopp“. Auf jedes Hopp bogen wir um eine Kurve. Sofies Vater machte ein Video von unserer Formation und lobte uns für die tolle Darbietung. Es hatte sich sogar eine kleine Menschenmenge gebildet, die nach unserem fehlerfreien Auftritt applaudierte.

Pia Laufke, Rainergymnasium, 4D

© Tigerle