Zu viel Phantasie am Flughafen Athen.

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Zu viel Phantasie am Flughafen Athen. | story.one

Es war Spätsommer 1973. Nach einen schönen Urlaub in Athen, wartete ich auf meinen Flug nach London. Ein paar Wochen zuvor war irgend einen Attentat hier verübt worden. Es herrschte schon eine eigenartigen Athmosphäre dort, zerborstene Fenstescheiben waren nur mit Holsplatten ersetzt worden. Die Kontrollen waren besonders intensiv. Ich sass in die Transitthalle, alleine, und fühlte mich alles anderes als wohl. Von diese Halle könnte man hinaufschauen zu eine Empore, ich glaube es war den Öffentlichen Bereich. Überall bewaffnete Polizisten. Überall Menschen alle farben und Nationalitäten. Mir besonders aufgefallen ist einen jungen Mann. Er ist gerade vor mir gestanden mit Hosen, wie einige sie tragen die den Islam angehören, und einen weiten Tunika darüber. Am meisten ist mir aber seine Augen aufgefallen, suchende oder ängstliche? Und schon ratterte meine Fantasie. Wenn jemand wieder ein Attentat macht, dann bestimmt er. Vergessen waren die Sicherheitsvorkehrungen und alle Polizisten rundherum. Dann hat er zu allem Überfluss unter der Tunika gegriffen und da habe ich etwas wie eine Magenbinde mit Taschen gesehen. Na super! Wenn er jetzt eine Schusswaffe herauszieht und anfängt zu Schiessen, bin ich als erster drann. Ich habe überlegt ind die Bar, die in eine Nische in die Wand war, zu gehen. Aber wenn ich dann aufstehe wenn er anfängt zu schiessen, bin ich wirklich als erster tot. Dann ist mir die brilliante Idee gekommen, ihm einfach zu beobachten und wenn er die Hand herauszieht, flach auf den Boden legen und "Tote Huhn" spielen. Gesagt, getan! Er zieht seine Hand heraus, ich gehe ind die Knie und lege mich flach auf dem Boden. Er steht da mit eine Schachtel Zigaretten in die Hand und schaut mich verwundert an. Neben mir ist ein kleiner Japaner gesessen, er ist aufgestanden und hat sich woanders hingesetzt. Er hat wahrscheinlich gedacht dass ich verrückt bin. So wurde meine eigene Vorurteile mir bewusst. Ich war soo froh dass mich niemand dort gekannt hat.

© Tirolnorwegerin