Eine sehr einfache Kindheit

Meine Nachbarin Christa ist 75 Jahre alt und ist in Reith in Tirol geboren.

Sie ging nur in eine Hauptschule, da hat sie nur gute Erfahrungen gemacht, weil sie einen sehr netten Lehrer hatte, der alle Stärken er Schüler herausfinden konnte. Das war für sie eine Art Vaterersatz, weil ihr Vater in den Krieg musste. Aber in der Schule gab es auch Bestrafungen wie Scheitelknien. Doch es traf nie Christa. In ihrer Freizeit malte sie sehr gerne oder sie beschäftigte sich mit sich selbst. Sie wanderte auch oft mit ihrer Mutter, da sie in einer sehr bergigen Landschaft lebten. Sie war auch oft bei der Jungschar, da sangen sie viel. Sie musste zuhause nicht so viel arbeiten. Manchmal staubte sie die Möbel ab. Sonst traf sie sich oft mit ihren Freunden. Sie aßen hauptsächlich was sie zuhause anbauten. Am Sonntag gab es immer Fleisch und am Samstag immer Pudding in einer Zirbenschüssel. Ihre Mutter nähte all ihr Gewand. Sie trugen oft eine Woche dasselbe. In der Schule musste sie eine Schürze tragen. Christa hatte einen Mantel, den durfte sie nur am Sonntag zur Kirche anziehen. Sie ging im Sommer oft barfuß oder sie trug Sandalen, im Winter hatte sie Stiefel. Sie badeten einmal in der Woche, aber sie musste im Wasser von ihrem Bruder baden. Taschengeld bekam Christa, als sie jung war nie, als sie älter war, bekam sie 50 Schilling. Doch das war viel zu wenig. Deswegen begann sie, Nachhilfe zu geben. Christa bekam nicht viel von dem Krieg mit, weil sie erst 2 Jahre alt war, doch sie erinnerte sich, dass immer, wenn in der Nähe eine Bombe einschlug, ihre Mutter die Fenster aufmachte, damit sie nicht kaputt gingen. Als ihr Vater im Krieg gefallen war, mussten sie aus der Wohnung und zogen zur Schwiegermutter. Meine Nachbarin hatte für diese Zeit eine sehr einfache Kindheit.

© Tobias H.