Wie ich den Sinn von Stonehenge erfragte

Um mein 50stes Lebensjahr herum unternahm ich mehrere Kraftort-Reisen. Eine Reise führte mich zu den Steinkreisen nach Cornwall. Auf dem Weg liegt Stonehenge.

Natürlich wollte ich Stonehenge nicht nur besichtigen. Wie viele andere war auch ich neugierig darauf herauszufinden, welchem Zweck dieser Steinkreis, dieses machtvolle und aufwändige Bauwerk, ursprünglich diente.

Im Grunde war ich völlig unbedarft. Ich hatte nicht mehr und nicht weniger als die meisten Menschen darüber gehört oder gelesen. Ich hatte keine Theorie im Kopf. Ich wollte nichts überprüfen. Ich hatte vor, einfach den Ort spüren.

Frühmorgens kam ich an. Angesichts der täglich durchlaufenden Menschenmassen blickte ich verwundert auf den noch fast menschenleeren Steinkreis. Das war perfekt für mich! Ich liess mir Zeit, die Atmosphäre in mich aufzunehmen. Schließlich fand ein zur Meditation einladendes Plätzchen, vertiefte mich in Trance und konzentrierte mich auf den Ort.

Erstaunlicherweise flog mir sofort die Antwort zu, eine Antwort für mich. Andere bekommen ihre Antworten, die das spirituelle Geschehen aus ihrer jeweils einzigartigen Perspektive erfassen.

Meine Antwort lautete: Stonehenge diente der Herstellung einer Energie, die Menschen zu Lebzeiten eine blitzartige Lebensrückschau ermöglichte, die „normalerweise“ erst nach dem Tod eintritt.

Wouh! Sollte das möglich sein? Wurden Menschen in eine so hohe Schwingung bzw. in eine außenkörperliche Erfahrung versetzt, die ihnen zu Lebzeiten eine Rückschau zu ihren gelebten Werten und Potenzialen ermöglichte? Eine entsprechende Vorbereitung und kulturelle Einbindung vorausgesetzt, ist es für mich vorstellbar.

Am intensivsten beeindruckte mich die überragende Bedeutung, die einer solchen Lebensrückschau aus geistig-seelischer Sicht zukam - und zukommt?

Angenommen, die Menschen haben - zwar am Ende ihres Lebens, aber zu Lebzeiten -, die Möglichkeit eine Gesamtschau der energetischen Qualitäten ihres eigenen Handeln zu erleben! Und dieser Blick ist Teil der Kultur. Die Welt wäre eine andere.

© Ursula Luisa Rieger