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#verantwortungsbewusstsein#umweltverschmutzung#plogging

PLOGG ME!

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PLOGG ME! | story.one

Der Natur gehört mein Herz (im wahrsten Sinne des Wortes, dessen bin ich mir zutiefst bewusst). Deshalb bin ich auch Mitinitiatorin der kommunalen Gruppe N.U.N. (Natur, Umwelt und Nachhaltigkeit).

Meine Heimatgemeinde zeichnet sich durch Vielfalt aus. Einerseits die Donau als Lebensader mit ihrer einzigartigen Aulandschaft und andererseits zwei Kraftwerke, eine thermische Abfallverwertungsanlage und die Ansiedelung großer Industriebetriebe. Die Medaille hat zwei Seiten: Sie bringt Lebensqualität durch heimische Arbeitsplätze. Sie nimmt Lebensqualität durch Lärmbelästigung, Luftverschmutzung und Vermüllung der Landschaft, unter anderem durch erhöhtes (Kraft-)Verkehrsaufkommen.

Wie im Vorjahr wurden aufgrund des Lockdowns alle kollektiven Flurreinigungsaktionen abgesagt.

Doch zu Frühjahrsbeginn zeigte sich vielerorts wieder das wahre Ausmaß des Litterings, dessen Anblick meine psychische Gesundheit immer wieder enorm beeinträchtigt und in mir eine Mischung aus Zorn, Wut und Ohnmacht aufsteigen lässt und damit meinen Aktivismus befeuert.

Dieser Emotionscocktail lässt mich jedes Mal aufs neue erfinderisch werden, so auch diesmal!

Kurzerhand organisierte ich Müllsäcke, Handschuhe und Urkunden, schrieb in meinem Laufteam und der N.U.N.-Gruppe die “1. Plogging-Hour” aus. Denn zur sportlichen Betätigung darf auch während eines Lockdowns jede_r das Haus verlassen. (Anm. : Plogging=„plocka" und Jogging und steht für eine Natursportart, bei der die Akteur_innen joggend die Natur von Abfall befreien).

Innerhalb von 24 Stunden mobilisierte ich 15 Gleichgesinnte, die jeweils in haushaltszusammengehörigen Gruppen eine Stunde lang laufend Abfall sammelten.

Teilnehmende Kiddies durften ihren Superfund per Handy fotografisch dokumentieren und dieser wurde in eine Teilnehmerurkunde eingetragen.

Der Feuereifer aller war riesig. Das Gefühl sich sinnstiftend körperlich zu betätigen, dabei der Natur Gutes zu tun und noch dazu Vorbildwirkung zu zeigen ist beinahe unübertrefflich. Während der Aktion zeigten sich Passanten beeindruckt, bedankten sich, lobten das Engagement und die Idee.

In einer Stunde hatten wir gemeinsam die Natur von unglaublichen 30 kg Müll befreit!

Die regionalen Medien berichteten über die 1. Plogging-Hour und befeuerte den Eifer vieler Anderer, die es uns in den kommenden Wochen gleich taten.

Werden wir uns bewusst: Die Energie, die wir durch Gedanken, Worte und Taten in diese - unsere - Welt hinaussenden, kann sie zu einem besseren, gesünderen und menschlicheren Ort machen.

Ein_e Einzelne_r vermag die Welt nicht zu retten, aber auch im vermeintlich Kleinen lässt sich Großes bewirken.

Wie viel an Wahrheit liegt doch in Konfuzius' Worten, der schrieb:

“Der, der den Berg abtrug, war derselbe, der anfing, kleine Steine wegzutragen.”

Deshalb appelliere ich aufrichtig:

Sei mutig und nimm DU den ersten “Stein”,

wirst dem And'ren damit ein Vorbild sein!

© nanelinne 2021-05-04

Klima- und Umweltschutz

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