Als Florentina, Fini, Juna, Esmeraldus, Rosella und Pingo zum Roten Haus kamen, bot sich ihnen ein besonderes Bild:
Die anderen Mitglieder ihrer Truppe saßen auf der Bank vor dem Haus aufgereiht und blickten ihnen entgegen. Neben ihnen stand ein schön gedeckter Tisch, auf dem sich Obst und bunt verzierten Muffins und Knabbereien befanden. Allem Anschein nach war so etwas wie eine Überraschungsparty geplant! Fini blickte Juna und Florentina fragend an. „Da seid ihr ja!“, meinte David zur Begrüßung. „Schön, dass ihr da seid!“ Florentina war gewappnet gewesen, alle möglichen Vorwürfe zu hören: Warum sie einfach so nicht zum Training gekommen waren? Was für einen triftigen Grund sie denn gehabt hätten? Wo sie denn nun bitte gewesen seien? Dass sie sich verschworen hätten, gegen die anderen und so weiter. Sie hatte diese Befürchtungen aber nicht geäußert. Tatsächlich sprangen nun einige der anderen auf und brachten Stühle und Getränke. „Setzen wir uns hier ein wenig zusammen!“, meinte David. „Wir müssen euch was Wichtiges sagen!“ Juna und Fini sahen sich fragend an, setzten sich aber mit den anderen in die Runde. Fritzi brachte ein Tablett mit frisch zubereiteten köstlichen Brötchen und David schenkte allen Saft ein.
„Also!“, begann er, nachdem alle sich gesetzt hatten. „Erstens: Wir haben heute wirklich sehr intensiv und lange trainiert und einiges an manchen Nummern verbessern können. Über die Details dazu reden wir aber später. Zuerst einmal: Florentina, Fini, Juna, Esmeraldus, Pingo und Rosella! Wir entschuldigen uns bei euch dafür, dass wir in letzter Zeit so einiges ausgelassen haben! Es tut uns allen aufrichtig leid! Zu diesen Worten nickten Fritzi, Fiffikus, Robby, Whity, Matteo und Lola und sagten auch laut und deutlich: „Entschuldigung, bitte!“ – „Wir haben viel nachgedacht!“, meldete sich nun Fiffikus. „Warum die letzte Zeit so schwierig war. Samanthas Krankheit hat uns ziemlich aus der Bahn geworfen. Sie fehlt uns allen so sehr! Wir wollten irgendwie nicht mehr, ohne sie. Aber das ist natürlich völlig verkehrt! Danke, dass ihr so viel übernommen habt. Ohne euch wäre der Zirkus Waldkönigskrone tatsächlich zerbrochen! Das haben wir erkannt. Und ab heute geht’s anders weiter! Darauf geben wir unser großes Ehrenwort!“
Florentina, Juna, Fini, Esmeraldus, Pingo und Rosella waren nach diesen Worten sehr erleichtert. Dass sich anscheinend alles mit einem Schlag gewandelt hatte, damit hatten sie nicht gerechnet. „Träum ich?“, fragte Florentina Juna und Finn, die gerade mit herzhaftem Durst und Appetit Saft tranken und Brötchen und Muffins schmausten. Die beiden schüttelten auf diese Frage hin nur grinsend die Köpfe…
© Roswitha Springschitz 2025-12-01