Hope spots

Roswitha Springschitz

von Roswitha Springschitz

Story


Aufgeregt begaben sich Florentina und David zum Training, an diesem Morgen. Der Delfintraum war ein Hinweis für ein großes, gemeinsames Projekt, dessen waren sie sich nun sicher; und sie hatten auch schon eine genaue Vorstellung von diesem… Gleich wollten sie ihren KollegInnen davon erzählen, da kam, mindestens ebenso aufgeregt, Fritzi in den Gemeinschaftssaal gestürzt: „Wir sind restlos ausverkauft, für die Vorstellung nächste Woche! Hat mir Esmeraldus gesagt und gemeint, ich soll’s euch gleich mitteilen! Und er selbst kommt auch gleich und es wird weitere ganz besondere Neuigkeiten für uns geben!“ Alle bereits Anwesenden applaudierten bei dieser Meldung.

Im nächsten Moment betrat der Zauberer Esmeraldus den Raum. „Ich hatte einen sehr schönen und bedeutungsvollen Traum, heute Nacht, …“, begann er. „Nein!“, riefen Florentina und David gleichzeitig: „Sag jetzt nicht, du hast von Delfinen geträumt!“ – „Hab ich! Wie ihr beide auch! Und ich weiß auch, was dieser Traum bedeutet! Das war mir heute Morgen sofort klar! Sagt es uns jetzt!“, erwiderte Esmeraldus. Für Florentina und David und alle anderen war es einmal mehr rätselhaft, wie Esmeraldus zu seinem Wissen kam. Aber er war eben ein großer Zauberer …“ Also, ihr Lieben!“, begann nun David. „Im kommenden Jahr gibt es für uns ein wunderbares Projekt und wir werden weite Reisen unternehmen, auf verschiedene Inseln und Archipele, auf allen Kontinenten!“ – „Echt? Wir machen eine Welttour?“, rief Fiffikus. „Toll!“

„Wir werden die sogenannten „Hope Spots“ aufsuchen! Wahrscheinlich habt ihr davon noch nicht gehört. Es gibt da eine internationale Organisation, die sich den Schutz der Meere und Meeresbewohner zum Ziel gesetzt hat. Und die hat, in den vergangenen Jahren, weltweit schon 167 dieser „Hope Spots“ geschaffen, Meeresschutzgebiete sind das; also Orte der Hoffnung, an denen sich die Natur – in diesem Fall das Meer – erholen kann. Und zu einigen reisen wir, treten dort auf, produzieren Videos und verbreiten diese: Ganz viele und noch mehr Menschen brauchen wir, um dieses großartige Netzwerk auszubauen!“ – „Und ich habe, seit wir von unserer Sommertour zurück sind, dieses Relief gebastelt. Und das passt jetzt haargenau zu unserem Meeres-Projekt: Wir können uns vorstellen, dass wir so viele Orte besuchen werden, wie Muscheln auf dem Bild sind …“, ergänzte Florentina und hielt das Bild, das sie beim Hereinkommen unter dem Arm getragen hatte, hoch. Alle applaudierten wieder und redeten aufgeregt durcheinander. Nur Juna war ausnahmsweise still und sah ernst drein, was den anderen sofort auffiel: „Was ist los, Juna?“, fragte Fini ihre Freundin. „Wir haben doch nicht genug Geld, für so ein großes Projekt!“, meinte Juna, in die Runde. „Wir werden bei den nächsten Aufführungen einiges einspielen, aber das wird nicht reichen.“ Niemand hatte in der Aufregung darüber nachgedacht. Aber Juna hatte vollkommen recht, wussten alle. Und die Stimmung änderte sich schlagartig…“Kommt Zeit, kommt Rat!“, sagte Esmeraldus nach einer Weile in das allgemeine Schweigen.“Freunde, lasst uns jetzt mit der Probe beginnen!“


© Roswitha Springschitz 2025-12-22

Genres
Romane & Erzählungen
Stimmung
Abenteuerlich, Herausfordernd, Emotional, Hoffnungsvoll, Inspirierend
Hashtags