von Sam_Edring
Bin ich ein Muttersöhnchen?
Wieso die Frage in mir auftaucht, weil ich mich heute an eine Geschichte erinnerte als ich meinen Freunden mit 8 Jahren davon erzĂ€hlte das meine Mutter mir immer, wenn ich heim komme und verletzt bin ĂŒber die Wunde blĂ€st dann die Zaubersalbe auftrĂ€gt und mir ein Genesungslied vorsingt.
Mensch haben die drei gelacht.
Der Franz:“Du Muttersöhnchen“ dabei tanzte er um mich rum
Der Karl mit tiefer Stimme:“Ein Indianer kennt keinen Schmerz.“
Der Peter:“Bestimmt wirst mal deine Mama heiraten, sonst findest eh keine!“
Blöde Jungen. Sau blöde.
War ich denn vielleicht wirklich oder bin ich es sogar noch, ein Muttersöhnchen, weil ich gerne die Geschichten meiner Mama gehört hab.
Weil ich mit ihr auf dem Sofa zu Filmen geschluchtzt hab.
Weil ich mir in ihren Armen oft Geschichten ausgedacht habe, wo sie dann nur sagte ich wĂŒnsche es dir von ganzem Herzen.
Weil ich an ihrer Seite stand als sie meinen Direktor die Ohren lang zog und ihm sagte: „Niemals wieder rĂŒhren sie meinen Sohn an!“
Was sagt dazu das Internet:
„Das Muttersöhnchen bezeichnet einen Mann, der nicht ĂŒber genĂŒgend Mut und DurchÂsetzungsÂvermögen verfĂŒgt, um Problemlagen des Lebens eigenstĂ€ndig zu bewĂ€ltigen. „
Klingt dann irgendwie danach?
Als meine Frau schwanger war bildete sich mein Chef ein mir scherzhaft aufs Auge zu drĂŒcken, das er an den meinen erkennt, das ich eine Tochter bekomme, sollte ich einen Sohn wollen er wĂ€re gerne dazu bereit mir zu helfen.
Schrecksekunde, dann meine Antwort:“Sind sie verrĂŒckt geworden, was denken sie wer sie sind mit mir so zu sprechen?“
Versetzung beantragt und daheim von meiner Frau ein LĂ€cheln fĂŒr den Mut geerntet.
Die Ehe zerbrach, ich nahm die Familie in die Hand. Alleinerziehender Vater in einer Zeit wo auf allen Ămtern noch der Geist vorherrschte, das Kind gehört zur Mutter.
Doch ich ĂŒberzeugte sie alle, mit viel Energie, mit Druchsetzungswillen und guten Freunden im Hintergund, das mein Kind vor allem zu mir gehört.
Der Angst vor Hunden nach 50 Jahren gestellt, sie ĂŒberwunden und ein riesen Feld der neuen GefĂŒhle dadruch entdeckt.
Okay ich gebe es offen zu, Karriere habe ich keine gemacht.
Okay ich gebe auch offen zu, das der Umgang mit Geld nicht der ist der mich als genial auszeichnen wĂŒrde.
Stempelt mich das jetzt zum Muttersöhnchen, weil ich noch immer an die Magie des Atems meiner Mutter glaube?
Weil ich noch immer ihre lÀchelnde Stimme in mir höre, wenn sie mich fragte ob ich mit ihr in den Garten gehe?
Vielleicht!
Aber dann, liebe Freunde, lieber Franz, lieber Karl, lieber Peter, dann bin ich stolz darauf ein Muttersöhnchen dieser Mutter zu sein.
Aus ganzem Herzen!
© Sam_Edring 2019-12-23