begaben sich alle ins Haus und in den Gemeinschafts- und Proberaum. Alle hatten sie das Gefühl. dass sie einen Grund zu feiern hätten: Weil sie sich wieder versöhnt hatten und sich das erste Mal seit der Rückkehr von ihrer Europatour wieder wirklich wieder gut in der Gruppe fühlten. Zwar immer noch ohne Samantha, aber froh in dem Wissen, dass es ihrer lieben Freundin jeden Tag ein Stück besser ging, sie also auf dem Weg der Genesung war.
„Da wir jetzt schon alle beieinander sind: Lasst uns über unsere Plakate für die nächsten Aufführungen sprechen! Die müssten dringendst gestaltet und aufgehängt werden, also in den nächsten beiden Tagen. Das kriegen wir hin! Ich hab übrigens eine Idee für einen Titel: ‚Zirkus Waldkönigskrone forever‘: wie findet ihr das?“, meinte Fini, in die Runde. – „Super! Cool! Genial!“, riefen Fiffikus, Matteo und Fritzi. Fini schaute sie ein wenig perplex an: Bisher war es sehr oft so gewesen, dass mindestens ein Gruppenmitglied – aber zumeist mehrere – Finis Ideen nicht gutgeheißen hatten. „Sehr fein!“, sagte Fini dann. „Was haltet ihr davon, wenn wir das Plakat gleich jetzt gemeinsam gestalten? Fiffikus, du hast, glaub’ ich, die schönsten Farben. Und du, David, hast einen tollen Schriftzug. Ich würde gerne noch etwas Sternenstaub, Sternchen und, vor allem, Herzen auf das Plakat geben.“
Und so geschah es: Alle machten sich sogleich eifrig ans Werk und das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen. „Morgen wird es kopiert und aufgehängt!“, sagte David. „Ich freu‘ mich schon, auf unsere Vorstellung in Krems! Übrigens: Es ist das auch noch unsere Jubiläumsvorstellung, ist euch das bewusst? Es gibt uns jetzt seit genau drei Jahren!“ – „Stimmt!“, sagte Florentina. „Daran hab‘ ich noch gar nicht gedacht! Das heißt, wir werden danach auch eine Jubiläumsfeier machen?“ – „Klar. Eine kleine. Die große machen wir erst, wenn Samantha wieder bei uns ist!“, sagte David. „Übrigens, Juna, ich muss dir etwas sagen. Ich würde doch gerne den roten Hut nehmen, bitte. Der passt, wie du gesagt hast, wirklich gut zu den Kostümen der anderen!“
Und dann wurde noch eine Runde getanzt. Es wurde spät. Eine kurze Nacht. Aber keiner war am nächsten Tag müde…
© Roswitha Springschitz 2025-12-08