von Klaus Rafenstein
Nach dem Seminar sagt deine Frau & Lebensmensch zu uns: âWie schön, dass du heute unter uns bist. Das ist nicht selbstverstĂ€ndlich. Toll, dass du den Krebs besiegt hast.â
Du verweilst mit uns in der Sauna. Bei brĂŒtender Hitze. Die Jahrzehnte jĂŒngere Gefolgschaft Ă€chzt. Du nicht. Beim Schwimmen im Teich erzĂ€hlst du von deiner Zeit bei Osho in Indien. Dein schelmisches LĂ€cheln ziert dein Gesicht, deine Worte erfreuen das GemĂŒt, dein zufriedenes Antlitz badet in der Sommersonne.
Das war im Juli. Danach ging es rapide. Der Krebs war zurĂŒck. Metastasen zuhauf.
Vor zwei Wochen am Montag frĂŒhmorgens die Nachricht: Du bist friedlich eingeschlafen.
Nun bist du drĂŒben. In deinen Seminaren hat der Tod eine groĂe Rolle gespielt, der eigene genauso wie der unserer Eltern.
Du kennst ihn nun. Du weiĂt inzwischen, wie es drĂŒben ist. Oder oben. Oder um und in uns. Zeit & Raum spielen fĂŒr dich nun keine Rolle mehr. Du bist den Weg vorausgegangen, den wir alle einmal gehen werden. Möge die Zeit bis dahin eine gute sein.
Dein VermĂ€chtnis ist eine bessere ZeitqualitĂ€t fĂŒr viele von uns. Zeitvergolder. Das warst und bist du fĂŒr mich.
Zu Lebenszeit war es deine Anwesenheit, nun ist es dein VermÀchtnis.
Wenn ich deiner Stimme zur Reise zum Wesen oder den Lebensfluss lausche, dann hat es die gewohnt beruhigende, inspirierende und lebensbejahende Wirkung auf mich.
Jedes deiner Worte trifft mich ins Herz, berĂŒhrt mich, rĂŒttelt auf und letztendlich: wirkt.
„Words of Wisdom“ – Du sprichst Wahrheit. Jeder Satz macht Sinn. Wenn mich heute deine Stimme durch die Meditationen fĂŒhrt, ist es, als wĂŒrdest du noch neben mir sitzen. Wahrscheinlich tust du es.
Danke fĂŒr den Weg.