9. Kapitel – Zoe

Kyra Melina Schultz

von Kyra Melina Schultz

Story

Ich wollte gerade besorgt fragen, ob alles in Ordnung war, da ich Celine erwartete. Doch die Gestalt in der Tür war definitiv nicht meine kleine Schwester.

Die Gestalt kaum auf mich zu und kniete sich vor mich. Zwei wunderschöne blaue Augen sahen zu mir hoch und ich musste schlucken. Er nahm mein Gesicht in beide Hände und hauchte mir einen Kuss auf die Lippen. Ich zuckte zusammen. Erstens hatte mich genauso Adam vorhin gehalten, als ich geweint hatte und zweitens hatte er gerade noch mit meiner Schwester geschlafen. Ich schüttelte den Kopf wie benommen, ich wusste nicht wie ich mich verhalten sollte. Auf der einen Seite waren dort überall diese Stimmen, die nein schrien, aber seine Augen sahen mich so liebevoll an. Ganz genauso wie Adam vorhin und irgendetwas in mir zerriss. Ich vergrub meine Finger in seinem Haar und sein Lächeln wurde breiter. Er ließ seine Hände von meinem Kopf zu meinen Hüften wandern und hob mich kurz hoch, um mich wieder richtig ins Bett zu legen. Daraufhin legte er sich seitlich neben mich und sah mich einfach nur an. Meine ganze Haut kribbelte unter seinem Blick und ich fühlte mich einfach nur geborgen. Es war ganz anders zwischen uns als sonst, kein feuriger Blick, kein unsittliches Berühren und auch keine Aufregung. Am liebsten wäre ich so einfach eingeschlafen, aber ich war mir zur Abwechslung in seiner Gegenwart mal bewusst, wo wir waren. »Celine ist nebenan«, merkte ich an, »du solltest bei ihr im Bett liegen und nicht bei mir«. »Aber ich möchte viel lieber mit dir im Bett liegen«, flüsterte Scott. Und plötzlich war alles wieder wie sonst. Die Luft war elektrisch geladen, mein Atem ging schneller und ich fing allein bei seinem Anblick Feuer. Er grub seine Hände in mein Haar und presste seine Lippen auf meine, als gäbe es kein morgen und vielleicht stimmte das sogar. Er rollte sich auf mich und ich spreizte bereitwillig meine Beine, diesmal würde er mich richtig nehmen. Als hätte er meine Gedanken gelesen, zog er mir meinen Slip und sich seine Boxershorts aus. Dabei fiel ein Kondom heraus, welches er zügig aufhob und sich über seinen schon erigierten Penis zog. Anstatt direkt in mich einzudringen, beugte er sich zu mir runter und küsste mich mit so viel Leidenschaft, dass mir ganz schwindelig wurde. Er ließ eine Hand an mir hinab gleiten, verlangsamte etwas an meinen Brüsten, um meine Nippel kurz zu zwicken, was mir ein tiefes Stöhnen entlockte und legte dann seine Finger auf meine Mitte. Er drang vorsichtig nacheinander mit drei Fingern ein. »Du bist so schön eng«, raunte er, »sicher, dass du für mich bereit bist?« Ich hatte einen kleinen Kloß im Hals, nickte aber.

Er zog seine Finger wieder hinaus und platzierte sich dann zwischen meinen Beinen. Er legte sich meine Beine um die Hüfte und positionierte sich so, dass er in mich eindringen konnte und dann tat er es. Gerade als er mich vollständig ausfüllte und uns beiden ein Stöhnen entlockte, durchfuhr mich die Erkenntnis wie ein Blitzschlag, ich konnte das nicht tun.

© Kyra Melina Schultz 2022-08-29