Dattel-Feigen-Makronen

Stefanie Grötzner

von Stefanie Grötzner

Story

Im Winter gab es bei meiner Schwiegermutter immer besondere Plätzchen, deren Zutaten ich nicht herausschmecken konnte. Sie sahen aus wie Makronen, aber hatten nichts mit den Kokosmakronen gemein, die ich sonst kannte. Bei jedem Besuch versuchte ich die Zutaten herauszuschmecken, doch es wollte mir beim besten Willen nicht gelingen. Datteln und Feigen erkannte ich, aber es musste mehr sein, damit eine Masse entstehen konnte, die zusammenhalten würde.

Erst zu meinem runden Geburtstag, fast ein Jahrzehnt nach dem ersten Verkosten dieser kleinen Plätzchen, bekam ich das Rezept, damit ich es selbst einmal ausprobieren kann. Nie hätte ich Mandeln als Grundlage herausgeschmeckt, auch der Puderzucker ist dezent im Geschmack. Immer wieder bin ich überrascht, wie man sich im Geschmack irren kann, wenn man eine neue Speise oder ein neues Getränk ausprobiert.

Zutaten:

125 g getrocknete Datteln

125 g getrocknete Feigen

3 Eiweiß

250 g Puderzucker

250 g Mandeln

Oblaten nach Geschmack

Zubereitung:

Datteln und Feigen kleinschneiden. Je feiner die Stücke sind, desto besser lässt sich die Masse vermengen und der Geschmack ist besser, weil jeder Bissen alle Zutaten beinhaltet. Das Eiweiß steifschlagen und alles vorsichtig vermengen. Oblaten (falls gewünscht) auf zwei Backblechen verteilen und mit einem Teelöffel Kleckse auf die Oblaten oder direkt auf das Backpapier setzen. Bei 150 Grad ca. 15 Minuten backen, bis sie goldig sind. In einer Keksdose aufbewahren oder gleich verzehren.

Eigentlich wollte ich die Makronen an meinem Geburtstag verteilen, doch während ich weiter backte und die Dattel-Feigen-Makronen neben mir auskühlten, desto größer wurde die Versuchung und ich naschte eines nach dem anderen, bis nur noch wenige übrig waren.

Wer also ebenfalls eine Plätzchennaschkatze ist: Hier ist Vorsicht geboten.

© Stefanie Grötzner 2023-01-23