von Ailun Jiang
1894 war das Kaiserreich Korea unter die Vorherrschaft des japanischen Kaiserreichs geraten und ist 1910 von Japan annektiert worden.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde Korea ihre Autorität nicht zurückgegeben, sondern unter den Siegermächten in zwei Besatzungszonen geteilt. Daraufhin kam es zum Koreakrieg von 1950 bis 1953.
Auf der einen Seite standen die Demokratische Volksrepublik Korea (Nordkorea) mit der Volksrepublik China, auf der anderen Seite die Republik Korea (Südkorea) mit den Truppen der Vereinten Nationen unter Führung der USA.
Der Krieg begann am 25. Juni 1950 mit dem Angriff Nordkoreas, welches die Wiedervereinigung des Landes militärisch erzwingen wollte. Gegen diesen Angriff unterstützten amerikanische Streitkräfte die südkoreanischen Truppen. Mit dem Eingreifen der USA und später Chinas wurde der nationale Koreakrieg zu einem internationalen Stellvertreterkrieg ausgeweitet.
Bis zum September 1950 eroberten die Nordkoreanischen Truppen fast ganz Südkorea – bis auf einen kleinen Bereich um die Hafenstadt Pusan. Nach der amphibischen Landung der UN-Truppen mit 230 Schiffen und 70.000 Soldaten am 15. September 1950 bei Inchon, im Rücken der Nordkoreaner, brach deren Front zusammen. Nach einem Beschluss der UN-Vollversammlung stießen die UN-Truppen am 7. Oktober 1950 über den 38. Breitengrad weit nach Norden vor, bis an den chinesischen Grenzfluß Yalu.
Neben den USA stellten weitere UN-Mitglieder wie Großbritannien, Frankreich, Türkei und andere Länder Truppenkontingente, doch die Hauptlast lag, mit 90 Prozent aller Truppen, auf den USA und dem angegriffenen Südkorea.
China, das ein wiedervereinigtes Korea unter amerikanischem Einfluss verhindern wollte, griff daraufhin mit 300.000 „Freiwilligen“ am 24. November 1950 in die Kämpfe ein und drängte die UN-Truppen hinter den 38. Breitengrad zurück. Daraufhin forderte General Douglas MacArthur, der Oberbefehlshaber der UN-Truppen, den Einsatz von Atomwaffen und eine Ausweitung des Krieges auf China.
Nach dem Eingreifen Chinas befürchteten die Vereinten Nationen, dass sich aus dem räumlich begrenzten Koreakrieg ein dritter Weltkrieg entwickeln könnte. Der General Omar N. Bradley befand, die Ausweitung des Krieges gegen China wäre „der falsche Krieg.“ Alle weiteren Planungen und Maßnahmen zielten daraufhin, eine solche Ausweitung unter allen Umständen zu vermeiden. So begannen am 10. Juli 1951 die ersten Friedensverhandlungen.
© Ailun Jiang 2024-08-03