von Gerhard Lonsing
Es war vor mehreren Jahren, als ich bei meiner Beobachtung der Vögel im Garten eine Idee hatte.
Ich wollte einen Nistkasten aufhängen, und auch selbst bauen. Grundsätzlich werden die meisten Leute sagen, so etwas kann man kaufen, aber ich baue einfach gerne mit Holz.
So machte ich mich also ans Werk. Zuerst die Internetrecherche, wie groß, wie tief das Häuschen denn sein sollte. Vor allem das Einflugloch ist sehr wichtig! Tja, dann kommt man auch zur Entscheidung für welchen Vogel man ein neues Eigenheim bauen will, was ich mir so im Vorfeld noch nicht richtig überlegt hatte. Will man zum Beispiel Kohlmeisen unterstützen, die es eher häufig gibt, welche daher eher den Brutkasten nutzen, oder macht man ihn für andere eher seltene Vögel. Ich habe mich für die Kohlmeise entschieden, da diese im Garten gerne Raupen fressen, die sie auf unseren Rosenbüschen häufig fanden.
Dann ging es los. Auf Dekorelemente wollte ich verzichten, da ich mir nicht vorstellen kann, dass es für Vögel eine große Rolle spielt, ob das Dach geschwungen ist, oder Schnörkel hat. Zunächst musste noch ein Baumarktbesuch für Bretter, Schrauben und andere Sachen getätigt werden. Das Ausschneiden der Teile gestaltete sich nicht weiter schwierig. Das Zusammenschraube war schon interessanter, da ich eine Klappe einbauen musste. Lackiert wurde nur das Dach, und das in weiß, da ich mir dachte, je natürlicher, umso besser.
Das vorerst Letzte, das es zu tun gab, war das Hauschen richtig zu montieren. Das klingt leichter als es ist, da es viel zu berücksichtigen gilt. Höhe über dem Boden, Wetterseite, Sonneneinstrahlung und zu guter letzt „katzenunzugänglichkeit“ spielten eine große Rolle. Außerdem sollte es trotzdem für mich zu erreichen sein, da man nach jeder vollendeten Brut den Kasten ausräumen muss.
Dann hieß es warten.
Im ersten Frühling schon, zogen Kohlmeisen ein, und jeden Frühling danach auch wieder.
Bekannte und Verwandte die uns besuchten, waren teilweise auch begeistert und haben heute selbst Nistkästen in ihren Gärten. Die Begeisterung für unsere gefiederten Freunde ist daher ansteckend!
3.5.2021 Gerhard Lonsing
© Gerhard Lonsing 2021-05-03