Die Erwählten der Götter – Rakon – Prolog

von Rico Willeke

Prolog

Bevor es die uns bekannten Götter gab, bevor es die im Reich Artona bekannten Götter gab, bevor es Mythologie und Zeit selbst gab, existierte nur Magie. Aus dieser Magie gingen Formen hervor, welche sie steuern konnten, doch auch sie wussten nicht, wie sie erwachten. Es könnte der Anbeginn des Seins genannt werden, doch es wäre eine zu leichte Beschreibung dessen, was es war, ist und sein wird. Diese Formen aus reiner Magie, wussten nicht, wer sie waren, oder woher sie kamen, sie konnten sich nicht einmal selbst erkennen. So entstand die erste die Ewigkeit allen Seins überdauernde Frage: Wo ist der Sinn? oder Warum bin ich hier?

Um etwas Klarheit in diese Wesen zu bringen, wurden sie zu späteren Zeiten und hier wird von Jahrhunderten, Jahrtausenden und Jahrmillionen gesprochen Götter genannt. Auch wenn dieser Begriff zu begrenzt ist, um das Wesen dessen zu erfassen, was sie sind. Doch auch wenn Menschen und andere, ob auf höchster oder niedrigster Ebene Intelligenz-begabte und fühlende Wesen sie so nannten und erkannten, benötigen sie selbst immer wieder eine Bestätigung durch eben jene ihnen „unterlegene“ Wesen, um sich selbst wahrzunehmen. Durch diese Abhängigkeit bildeten sich Kulte, Religionen und Mythologien, die den Göttern halfen mächtig zu bleiben. Doch immer, wenn es in der Geschichte aller Existenzen dazu kam, dass sich von ihnen abgewandt wurde, verloren sie an Macht und um sich überhaupt noch erleben und wahrnehmen zu können, stiegen sie herab und wurden sterblich. Mächtig? Ja! Mächtiger als andere lebende Wesen? Ja! Die verbleibenden Götter erkannten das Potenzial der Gefallenen Brüder und Schwestern, nutzten ihre Schwächen ihr Vergessen, was durch die fehlende Wahrnehmung des kollektiven Magiebewusstseins einherging aus und manipulierten sie so, das sie anfingen ihnen zu dienen und ihre Vertreter und Streiter in der physischen Welt zu werden. Das nun war der Beginn der Erwählten der Götter. Doch bevor die Geschichte weitergeht, muss geklärt werden, wie es zum Erwachen der anderen „niederen“ Wesen kam. Die Götter hatten wie oben erläutert keine Ahnung, wer sie sind und ob sie sind, also mussten sie mit ihrer grenzenlosen Macht etwas erschaffen, indem sie sich erkennen und erleben konnten und so entstand alles, was es gibt. Sie spalteten ihre Macht auf, formten mit ihr das Nichts, ließen Gebirge entstehen und Meere sich füllen, doch nichts von der Landschaft und den Welten, die sie hervorriefen, konnte sie erkennen und ihnen sagen, dass sie sind. Die älteste Frage nach dem Sinn konnte also nicht geklärt werden. Bis ein göttliches Wesen auf die Idee kam, ein Teil des eigenen Bewusstseins in ein denkendes Wesen umzuformen, die anderen göttlichen Wesen erkannten was passiert war und machten es nach. Diese geschaffenen Wesen stellten sich die gleichen Fragen, Warum? Was ist der Sinn? Woher kommen wir? Mit diesen Fragen und der Wahrnehmung der Verbundenheit zum Göttlichen entstanden die Mythologien, Religionen und Kulte. Die göttlichen Wesen nahmen sich als Schöpfer wahr und die geschaffenen Wesen sich als göttlichen Ursprungs. Doch einige göttliche Wesen fragten weiter, nach dem: Woher kommen wir? Eins dieser göttlichen Wesen, war Rakon.

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