Die Ruhe nach dem Sturm

Charlotte Schmidt

von Charlotte Schmidt

Story

Manchmal im Leben, da fühlt man sich, als wäre man in einen Sturm geraten. Die Tage vergehen, man ackert, man macht, man tut und Abends liegt man dann im Bett, erschöpft, und erinnert sich kaum noch, was man alles am Tag getan hat. Und die Tage vergehen und vergehen und trotzdem findet man kaum Zeit, kurz mal innezuhalten, einfach um mal durchzuatmen. Man hetzt und wetzt und merkt oft nicht mal, dass man so dringend Entspannung nötig hätte. Oder man merkt es und erlaubt es sich nicht. Weil es so unglaublich viel zu tun gibt. Und man stets alles erledigen muss.

Und dann kommt irgendwann der Tag, an dem der Sturm sich legt. Manchmal langsam und sachte, sodass man es kaum merkt. Manchmal aber fällt der Sturm zusammen wie ein Tornado. Und erst dann wird einem bewusst, wie viel man getan hat, wie viel man gegeben hat. Wie viel Zeit, wie viel Mühe, wie viel mentale Kraft, wie viel Widerstand und wie viel Einsatz.

Aber der Sturm ist zu Ende, hat sich gelegt, ist in sich zusammengestürzt.

Und man hat ihn überstanden. Ist standhaft geblieben, hat durchgehalten, hat nie aufgegeben. Man hat den Sturm besiegt.

Und dann ist es okay, mal Pause zu machen. Innezuhalten. Zu tun, worauf man Lust hat. Seinen Hobbies wieder nachzugehen. Die Ruhe zu genießen. Sich einfach zu entspannen. Denn oft merkt man auch erst am Ende, dass man viel zu wenig für sich selbst getan hat, während des Sturms.

Aber so ist das Leben nun mal. Es passiert in Wellen. Auf den Sturm folgt die Ruhe. Und auf die Ruhe folgt ein Sturm.

Es ist wichtig, niemals aufzugeben. Und gleichzeitig ist es wichtig, auf sich zu achten. Ja, man muss dem Sturm standhalten, denn hat man eine andere Wahl? Doch trotzdem kann man selbst entscheiden, ob man sich offen auf die Straße stellt, den peitschenden Regen über sich ergehen lässt, ob man eine Regenjacke anzieht, oder einen Regenschirm benutzt.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, dem Sturm standzuhalten. Dabei gibt es kein richtig oder falsch, jeder kann für sich selbst entscheiden, wie er es macht.

Sicher ist, dass jeder Mensch seine Stürme hat und jeder hält ihnen entgegen. Und dafür sollten sie alle ein Lob erhalten. Denn es ist nicht selbstverständlich.

An alle da draußen, die Tag für Tag ihren Stürmen standhalten: Ihr macht das großartig! Auch wenn die Zeiten ungemütlich sind, denkt immer daran, niemals aufzugeben, denn irgendwann wird der erste Sonnenstrahl die Wolkenschicht durchbrechen. Und dann dauert es nicht mehr lange, bis der Sturm sich legt.

© Charlotte Schmidt 2024-12-17

Genres
Lebenshilfe
Stimmung
Herausfordernd, Inspirierend, Entspannend
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