Digga, Altaa, Talahon, Biatch und Chaya

Sebastian Kießler

von Sebastian Kießler

Story
Aus viel zu vielen Mündern 2025 – 3812

Digga und Altaa sind zwei komische Begriffe, denn sie beschreiben wat, wat gar niemals passt. Kaum einer von denen ist dick oder alt genug. Doch haben sie irgendwo drei Haare, sind sie die Kingz im Dschungel und voll die Hechte.
Altaa und Digga haben nun auch irgendwelche Talahons, als Kumpelz. Musste ich auch erstmal googeln, was winzig kleine Taschenmesser damit in irgendeiner Form zu tun haben. Sigma-Boiz gibbet nun auch ebenfalls dazu. Irgendein Song aus der Ukraine hat eine neue Form von Schwachmaten hervorgebracht.
Talahon und Sigma-Boi erinnern mich ja an zwei, die sich Island Boiz nannten und obwohl kaum volljährig und schon überall Tattoos am Hänflingkörper meinen, sie sind die Über-Rapper und machen super schlechte Musik ohne Sinn und Verstand, denn was zur Hölle soll „Gang Gang Slang“ denn bitte bedeuten?
Diese zwei Inselbrüder hätten ma besser die Schulbank weiterhin gedrückt, anstatt im Fitnessstudio einen auf Gangsta machen zu wollen.
Nun kommen wir zu den ganzen Chayas und ihren laufenden Raupen im Gesicht. Geschminkt so sehr, dass ihre Masken sich auf Kissen abdrücken und das niemals, um einen Orgasmus zu dämpfen, so wie in dem Film „Mädchen Mädchen“. Haben “Juicy” auf ihrem Gesäß stehen, darüber ein 90er Tattoogeweih und man könnte denken, das ist eine Saftbar oder so was Ähnliches. Sie sagen „cringe“, „weird“ und noch mehr englische Begriffe, die sie selbst keinesfalls übersetzen, geschweige denn verstehen können. Manche haben von denen mit mehr Boiz geschlafen, als ihre Idole, die alle Pornostars, Influencer oder Twitcher sind. Chayas und Biatch nennen sie sich stolz, als wenn sie läufige Hündinnen wären und küssen Herzen und Augen, wo ich mich frage, was diese aufgespritzten Lippen sonst wohl noch so geküsst haben. Biatch und Chaya zeugen dann noch Nachwuchs mit Talahon, Digga und Altaa. Was dabei herauskommt, will ich mir kaum vorstellen. Gerade einmal 16 Jahre alt und wundern sich dann, dass sie mit 30 Jahren Großmutter werden und sie sich selbst als Spiegelbild sehen. Tja, hätten sie wohl mal besser im Biologieunterricht beim Thema „Verhütung“ aufgepasst, anstatt „Live auf TikTok“ zu gehen.
Doch ich kenne Ausnahmen: Rockstars, junge Sportstudenten und Studentinnen, junge Poeten und Poetinnen, die wirklich alte Seelen sind und nach dem Sinn in ihrem Leben suchen. Sie versuchen diesen in Worte zu fassen, in einer für sie viel zu schnell gewordenen Welt voller falscher, maskentragenden Vollhonks.
Ich denke, hierzulande gibt es sie nur noch als Ausnahmen von der Regel, doch ganz ehrlich lieber ist man derjenige, der anders ist, als in dieser hornochsendummen Masse von kaputten Egomanen unterzugehen.
Sie suchen eher Goethes, Nietzsches und Menschen, mit denen man sich nach dem vögeln, auch noch unterhalten kann. Sich gegenseitig zu erheben, würde ich sagen, durch einen gepflegten Austausch über die großen Themen des Lebens. Wieso ist was so wie es ist. Woher stammt dieses oder jenes, anstatt über die Klatschpresse zu diskutieren. Eben Themen, die bewegen. Themen, die eine Tiefe haben und mehr sind als ein „Wie geht es dir? Danke, gut“. Sie wissen nämlich, dass es eh gelogen ist und fragen daher lieber: „Wie geht es dir ehrlich? Und was hat deinen Tag besonders gemacht?“

© Sebastian Kießler 2025-08-12

Buchkategorie
Humor& Satire
Stimmung
Informativ, Mysteriös, Reflektierend
Hashtags (optional)