von LIZ_mueller
Ich widme diese Geschichte, allen Familien, die mit den Höhen und Tiefen eines Lebens mit einem behinderten Kind, nie den Mut verlieren, ich widme es allen Paaren, Familien, die ein behindertes Kind abgetrieben haben â keine Verurteilung bitte! Es gibt immer gute GrĂŒnde fĂŒr eine Entscheidung!
Die Geburt… 1977
… hab ich zwar selbst miterlebt, kann mich kaum daran erinnern, also, eine NacherzĂ€hlung…
21. Oktober 1977, Linzer Landesfrauenklinik. VĂ€ter haben zu dieser Zeit bei der Geburt nicht dabei sein dĂŒrfen â ein schrecklicher Gedanke â niemand, weder meine Mum noch die Ărzte waren auf mich vorbereitet. Ja sie wussten, da kommt gleich ein Menschlein, aber eines ohne Arme? Ich war da, und vor lauter Schreck, setzten die Ărzte meine Mum gleich mal wieder in Narkose, zogen mich an, wickelten mich fest in eine Decke und riefen meinen Dad an, mit den Worten:â Herr MĂŒller, kommen Sie schnell, es ist was furchtbares passiert!â Was kann bei einer Geburt schreckliches passieren? Mutter tot, Kind tot? Er raste ins Spital und da sagte man ihm, dass seine Tochter keine Arme hat. Seine Worteâ Na Gott sei Dank! Ich dachte schon, jemand sei gestorben.â Die Blicke der Ărzte hĂ€tte ich gerne gesehen… Dann durfte er mich sehen, er forderte die Schwester auf, mich nackt auszuziehen, sah mich an und sagte:â Du bist meine Tochter, egal was passiert, wir schaffen das Leben zusammen.â Dann brachte er mich zu meiner Mum und es war auch fĂŒr sie sofort klar, ich war ihre Tochter!
Und so begann mein Leben, mit all seinen Höhen und Tiefen. Schlussendlich habe ich es geschafft, glĂŒcklich zu sein – und das ist ja wohl das Wichtigste :-)
Fortsetzung fogt… vielleicht ;-)
© LIZ_mueller 2019-04-11