Einen Einlauf zum Mitnehmen bitte …

Daniela Jud

von Daniela Jud

Story

Ich gebe zu: Man erlebt so einiges in meinem Beruf und dass obwohl ich ihn erst seit 2 Jahren ausübe. Aber es ist, was es ist: meine Berufung.

Bevor ich sie gefunden hatte, fragte ich mich wie es sich anfühlt, tagtäglich aufzustehen und gerne arbeiten zu gehen. Es ist ein befriedigendes Gefühl. Das sollte das Ziel sein. Ich habe meinen überdurchschnittlich gut bezahlten Job geschmissen, um einen unterdurchschnittlich schlecht bezahlten zu erlernen und jetzt auszuüben. Warum? Weil ich Feuer dafür gefangen habe, weil ich die Sinnhaftigkeit dahinter sehe, anderen Menschen helfen zu können, etwas Wertvolles herzustellen oder zu empfehlen damit es ihnen besser geht.

Es ist nicht einfach seine Berufung zu finden. Es braucht Mut vieles auszuprobieren und anderes alt gewohntes hinter sich zu lassen. Alles auf eine Karte setzen heißt das Motto. Alte Muster durchbrechen, weil ich kann ja nicht meinen Job hinschmeißen und dann nichts tun. Wer sagt denn, dass man dann nichts tut? Ich habe genau in dieser Zeit ein Buch geschrieben und vieles ausprobiert und auch mal kurz das Leben genossen. (Uhi, ja das darf man auch zwischendurch!!!)

Viele werden es nicht verstehen. War bei mir genauso aber soll ich dir was sagen? Ich bereue nichts. Keinen Tag. Dieses Gefühl, das ich heute habe, wenn ich in unserer Teeküche stehe, zwischen den verschiedensten Geruchsexplosionen und optischen Leckerbissen, dieses eine Gefühl der Freude, Zufriedenheit und des Glücks, ich wünsche es jeden dieses zu erfahren.

Ich weiß nicht wie lange dieses Gefühl anhält. Menschen und Leidenschaften ändern sich. Ich bin mir sicher, dass es da draußen noch etwas anderes gibt, für dass ich brennen werde.

Aber zwischen all den eingewachsenen Zehennägeln, Verstopfungen und Sodbrennen (weil man die 8 Gläser Bier beim Wirt nebenan nicht mehr gewohnt ist nach 1 Jahr Teil-/Irgendwie/Halbvoll/Voll-Lockdown) bin ich dankbar (m)eine Berufung gefunden zu haben.

Also Mut haben, sich nicht davon abbringen lassen, ausprobieren, böse Stimmen ignorieren – es sind ihre Grenzen nicht deine – und aufbrechen ins Ungewisse. Wenn du scheiterst hast du was gelernt und weißt jetzt, dass es nicht das Richtige für dich war. Sonst wirst du dich immer fragen: Ist es vielleicht meine Berufung?

© Daniela Jud 2021-05-23

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