von Sarah Güngör
Schon bei unserer Gründung in 2018 stand die kulturelle Ausrichtung unserer Firma im Zentrum aller Überlegungen. Als Beratung unterstützen wir bei hxi unsere Kunden der Energiewirtschaft unter anderem im Bereich Organisationsentwicklung und helfen ihnen dabei, ihre Prozesse und Zusammenarbeit innovativer und agiler zu gestalten – und diesen Anspruch haben wir auch an uns selbst. Deswegen war von Anfang an klar, dass wir unser eigenes Unternehmen selbstorganisiert aufstellen wollen.
Mittlerweile sind wir mit der Einführung holokratischer Strukturen schon sehr weit fortgeschritten und befinden uns natürlich zeitgleich in einem stetigen Wandel. Bei uns haben z.B. Geschäftsführer (im Rahmen der rechtlichen Anforderungen einer GmbH) in allen Fragestellungen das gleiche Stimmrecht wie alle anderen Frolleg:innen (= FReunde + kOLLEGEN) der hxi. Entscheidungen werden innerhalb der Rollen und Kreise unserer Organisation autokratisch bzw. integrativ getroffen. Auch die Höhe der Gewinnverteilung wird gemeinsam festgelegt und gleichwertig auf alle Frolleg:innen aufgeteilt.
Eine zentrale Frage beim Aufbau der Organisation war, wie wir unseren Gehaltsprozess gestalten. Monetäre Anreize sind laut Studien ausschlaggebend für die Zufriedenheit von Arbeitnehmer:innen. Daher war und ist es für uns wichtig, dass in dieser Hinsicht keine dauerhaften Spannungen bestehen. Gleichzeitig möchten wir den Teamgeist fördern und Erfolge gemeinsam feiern. Außerdem kennen wir aus Erfahrung die Problematik, dass nicht alle Mitarbeiter:innen sich gleichermaßen trauen, eigenständig und regelmäßig in Gehaltsverhandlungen zu gehen, was in „alten Strukturen“ häufig zu ungleichen Gehältern führt. Deshalb sollte unser Gehaltssystem nicht nur offen und transparent sein, sondern auch die regelmäßige Anpassung des Gehaltes fördern.
Zu unseren Grundannahmen gehört darüber hinaus, dass wir das Interesse von jedem Mitarbeitenden an einem nachhaltigen Firmenerfolg voraussetzen und darauf vertrauen, dass das Team am besten entscheiden kann, welches Gehalt fair ist.
Unter diesen Vorüberlegungen haben wir festgelegt, dass ein Mal im Jahr ein Rahmen geschaffen wird, in dem sich alle Frolleg:innen aktiv mit ihrem Gehalt auseinandersetzen. Alle werden dazu aufgerufen, einen Vorschlag für eine eventuelle Anpassung ihres Gehaltes einzubringen und diesen zu begründen. Im Anschluss hat jedes Teammitglied die Möglichkeit, Feedback zu geben bzw. einen Gegenvorschlag zu machen. Aus diesem Prozess entstehen dann die angepassten Gehälter für das nächste Jahr.