von Ulrike Sammer
Seit etlichen Jahrzehnten befasse ich mich mit den feinstofflichen Informationen aus dem Erdboden. Ich würde mich nicht als Geomant bezeichnen, auch wenn ich einigermaßen in der Lage bin, mit dem Pendel zu muten. Ich bewundere aber einige hochsensitive Menschen, deren Bewusstsein es zulässt, besondere Informationen aus dem Boden zu erkennen und zu erspüren. Für sie ist es aber oft im Alltag sehr unangenehm, weil sie selbst beim normalen Gehen, dauernd durch unterirdische Energieströme irritiert werden.
Menschen früherer Epochen erkannten und vertrauten der »magischen« Kraft besonderer Plätze.
Ausgrabungen von Fundamenten alter Siedlungen zeigen, dass niemals Wohnräume oder Ställe auf negativ wirkende Stellen erbaut wurden. Man hat Mauern darüber gebaut um zu vermeiden, dass die Bewohner darauf schlafen und Schaden erleiden. Das Wissen um die geomantischen Gegebenheiten der Erde waren also bereits in prähistorischen Kulturen vorhanden, ging aber leider mittlerweile in unserer industrialisierten Welt fast verloren. Die neu aufgelebten Kenntnisse der Radiästhesie (der Strahlenwahrnehmung zur Ermittlung elektromagnetischer Felder, Erdstrahlen und Wasseradern) konnten gut belegen, warum die bekannten Orte, wie Stonehenge, die Kathedrale von Chartre oder der Mont St. Michel eine Faszination ausüben, die durch eine spezielle Energie unterstützt werden.
Das beinahe verloren gegangene Wissen ĂĽber die Kommunikation mit den feinstofflichen Strukturen der Erde und der Natur ermöglicht heute das schrittweise Wiederherstellen eines Gleichgewichts in der Welt und in den Räumen, in denen wir leben. Der slowenischen Bildhauer und Geomant Marko Pogacnik hat die „Erdheilung“ zu seiner Aufgabe gemacht. Er arbeitet seit Jahren an der Besänftigung energetisch gestörter Orte in vielen Ländern. Er setzt, wo dies möglich ist, Steinstelen mit Symbolen von starker emotionaler Kraft. “Lithopunktur” nennt er diesen Prozess – aus “Akupunktur” und “Lithos” (Stein). In seinem Projekt “Alpenstern” verband er die Länder Slowenien, Ă–sterreich und Deutschland entlang von Energielinien, so genannten Leylines, durch Steinsetzungen. Wie ein Arzt oder Heilpraktiker sich als “Menschenheiler” versteht, so will sich Marko Pogacnik als “Erdheiler” verstanden wissen.  Ein Haus hat sozusagen eine Seele, es ist gleichsam wie ein eigenständiges Wesen, gebildet durch die umgebende Natur, die Gemeinschaft der Menschen, die in ihm wohnen, ihren Gedanken, GefĂĽhlen und Taten, und steht daher in ständiger wechselseitiger Resonanz mit seinen Bewohnern. Die Geomantie ist eine ganzheitliche Erfahrungswissenschaft, die bemĂĽht ist, die energetischen, seelischen und geistigen Qualitäten eines Ortes zu erfassen und durch Gestaltungen zu beeinflussen, zu harmonisieren, zu energetisieren oder zu heilen. Die Erdheilung ist dabei die therapeutische Seite der Geomantie.
© Ulrike Sammer 2025-02-13