“Glucksen macht Freude”

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von kwirl

Story

Seit ein paar Jahren ist die Wasserkaraffe “Gluckigluck” in Fischform der absolute Hype und es herrscht große Nachfrage nach dem “glucksenden” Ding. Diese Wasserkaraffe hat eine unbezahlbare Eigenschaft: Sie erfreut uns! Egal, was wir in ästhetischer Hinsicht vom weit aufgerissenen Fischmaul halten – sobald wir das glucksende Geräusch beim Einschenken und Hinstellen hören, breitet sich ein Lächeln über unsere Gesichter aus. Die Karaffe liefert sofort Gesprächsstoff, hebt die Stimmung am Tisch und “Wassertrinken” wird ja generell sehr empfohlen! Löst sie zunächst Stirnrunzeln wegen der Optik aus, wird sie bald zur liebgewordenen Hässlichkeit.

Und sie hat natürlich eine “Geschichte”:

1870 wurde die “Fischkaraffe” vom Töpfer Thomas Forester in der Grafschaft Staffordshire erfunden. Er war vermutlich vom viktorianischen Kolonialismus beeinflusst. Berühmt gemacht hat den “Guggle Jug” jedoch “Darmouth Pottery”.

1958 wurde Königin Elisabeth und Prinz Philipp eine Sonderanfertigung vom Britannia Naval College geschenkt. Seitdem ist er in England ein Sammlerstück und ein generationsübergreifendes Must-Have.

150 Jahre war er nur in England erhältlich und seit 2014 ist er auch in Europa zu kaufen.

Der deutsche Name “Gluckigluck” ist eine Infantilisierung und wird dem englischen “Guggle Jug” nicht gerecht.

Oft wird die Frage gestellt, um welchen Fisch es sich eigentlich handelt? Die meisten tippen auf einen Karpfen, weil Kopf und Kiemendeckel schuppenfrei sind – aber eigentlich ist es egal, sobald er so unfein “rülpst”.

Das “Original” wird heute von der Firma Wade in Stoke On Trent in vielen Farben hergestellt und es stellt sich die Frage nach der “Originalfarbe”: Angeblich steht im englischen Königshaus der “Dunkelblaue”…

© kwirl 2022-08-23

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