von Pilar
Und nunmehr sind wir in der „freien Hansestadt Hamburg“ angekommen. Es ist ein schöner Tag im September. Nachdem wir im Hotel eingecheckt haben ist unser erstes Ziel der grandiose Hamburger Hafen und wir buchen die nächst mögliche Hafenrundfahrt. Grandios das Panorama! Wir ärgern uns ein bisschen über die patzige und ungeduldige Art des Ticket-Verkäufers. Es existiert halt hier eine andere Art der Kommunikation! Der Schiffsguide macht uns auf die verschiedenen Arten der Containerschiffe aufmerksam, erklärt uns die Typen der diversen Schiffe und erzählt uns die eine und andere „Schnurre“ und Geschichten, die sich im Hafen zugetragen haben. Leider spricht er eine Art Plattdeutsch und zwar sehr schnell. Wir verstehen nicht alles aber das macht nichts. Wie auch immer: irgendwie erkennt er, dass die meisten Gäste ihn nicht recht verstehen und er bemüht sich schließlich etwas verständlicher zu sprechen.
Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen der Welt und ist weltweit von Bedeutung. Nach der Hafenrundfahrt verspeisen wir jeder eine Hering-Semmel und genießen noch eine Weile die Hafen-Atmosphäre. Immer wieder kommen Musikanten vorbei, spielen das eine und andere Seemannslied, kassieren Trinkgeld und ziehen weiter.
Um die Stadt näher kennen zu lernen machen wir eine Stadtrundfahrt. Hamburg ist eine Wirtschafts- und Wissenschaftsmetropole, die zweitgrößte Stadt Deutschlands (1,85 Millionen EW). An der Kleinen Alster liegt das Hamburger Rathaus. So wie viele Rathäuser des 19. Jahrhunderts ist es im Neo-Renaissancestil errichtet. Der Turm ist 112m hoch. Die Hauptkirchen sind St. Petri, St. Nikolai und vor allem: St. Michaelis bekannt als „Michl“. Ins Auge stechen die Fassaden aus Klinker-Mauerwerk. So einen Stil kennen wir bei uns in Wien nicht. Wir fahren an der berühmten Reeperbahn vorbei und singen „Auf der Reeperbahn Nachts um halb zwei“. Tatsächlich ist es hab zwei Uhr nachmittags!
Die „Elbhi“ – die Elbphilharmonie haben wir damals noch nicht fertig gesehen ( 2008). Ein Grund wieder nach Hamburg zu kommen!
Das Chilehaus, das ein Geheimtipp ist wollen wir natürlich auch unbedingt sehen. 1922 wurde es im Hamburger Kontorhausviertel erbaut. Der Riesen Komplex ist ein Beispiel für den Backsteinexpressionismus der zwanziger Jahre. Der ungeheure Reichtum der Kaufleute und Reeder jener Zeit wird uns vor Augen geführt.
Am nächsten Morgen geht es weiter zur Nordsee. „Moin moin“ und „servus“ Hamburg.
© Pilar 2021-09-18