von Sarah Schwarz
Irgendwann Schrei ich zurück. Nicht heute, nicht morgen, aber irgendwann. Du sagst, was ich machen soll, ich hüpfe. Fällt dir das nicht auf? Fällt dir nicht auf, dass ich mir Mühe gebe? Anscheinend mache ich es nicht richtig. Aber alleine finde ich meine Fehler nicht. Warum sagt ihr mir nicht wo sie liegen? Nur wenn ich weiß, wo sie sind, kann ich sie ausbessern. Denn aus Fehlern lernt man. Weißt du das denn nicht? Was soll ich noch tun? Ich frage, wo meine Fehler liegen, schau, dass ich sie besser mache. Hüpfe, wenn du mich auch nur rufst, gehe alle Möglichkeiten durch wo ich Fehler gemacht haben könnte. Entschuldige mich, wenn ich weiß, dass ich einen gemacht habe, auch wenn ich nicht weiß, ob oder wo einer war ich entschuldige mich. Ich höre den Befehlston, die Genervtheit aus deiner Stimme und frage mich warum? Du bittest mich um was, ich tue es und du schreist mich an, ich soll schneller machen und ich weiß nicht warum. Dann kommst du nach ein, zwei Minuten und fragst, ob ich eh weiß, dass es nur Spaß ist. Ich nicke, sage ja und gleichzeitig frage ich mich, weiß ich es wirklich? Weißt du es? Aber irgendwann schreie ich zurück. Nicht heute, nicht morgen aber irgendwann. Denn so wie man in den Wald ruft, so kommt es zurück.
Es wird immer jemanden geben, dem etwas an deiner Arbeitsweise oder einfach deiner Art nicht gefallen wird. Und auch wenn es sich in den Momenten richtig anfühlt zurück zu schreien, sollte das lieber vermieden werden, vor allem in der Arbeit. Aus Fehlern kann man lernen. Oft ist auch einfaches, ruhigeres Antworten die beste Möglichkeit den oder die Gegenüber aus dem Konzept zu bringen. Das ist oft sowieso lustiger als das schreien und auch viel besser für die Kehle. ;)
© Sarah Schwarz 2020-07-03