von Luxbrae
Zusammen mit dem abgegriffenen Buch fläzte ich mich auf meine Lieblingscouch.
Die meisten Seiten sind bloße Fotokopien von einem älteren Werk, indem viele weitere private Notizen und Anmerkungen hinzugefügt wurden.
Sowie „Wichtig!“, zusätzliche Ausführungen, Lernhilfen, Klarstellungen oder Markierungen.
Nur ein paar am Anfang, stammen von uns.
Die Fotokopien sind weitgehend gerade und ordentlich gemacht worden.
Trotzdem ist es hier und da etwas schwer zu lesen, oder kaum möglich eine der vielen okkult, ja fast religiös anmutenden Abbildung im Detail zu deuten.
Und wieder einmal erwische ich mich bei Fragen, wer wohl diese Menschen waren, die so sehr Magie romantisierten und lebten.
Wie ihre Kultur wohl genau gewesen sein mochte.
Wer sie wohl gewesen waren?
Ich blättere weiter zurück. Kapitel 12.5. Die Lektion, die ich gerade weiter meistern wollte. Einfache Biomanipulation des eigenen Körpers.
Ich erinnere mich noch grob an die Basis, die richtigen Worte, Gesten, Gedanken und Visualisierungsvorlagen, die das Befehligen des Infernums für diesen Effekt erleichtern sollen. Vorher will ich allerdings noch ein mal meine Erinnerung auffrischen, bevor ich in die Praxis übergehe.
Das Geräusch eines Schlüssels, der sich im Schloss dreht, lässt mich automatisch das Buch zuschlagen. Umso erleichterter bin ich, als bloß Dan hereintritt.
Ein mildes Grinsen zeichnet seine Lippen: „Du bist doch also schon wieder hier und übst heimlich.“
Ich zucke mit den Achseln: „Wieso nicht? Du hast mich übrigens zu Tode erschreckt. Wir hatten doch ein Klopf Signal ausgemacht?“
„Tut mir leid“, gesteht Dan und kratzt sich am Kopf: „Auch wenn mein Vater nur einen Jungen mit Buch sehen würde, wenn du dich an den Plan hältst.“
„Es ist trotzdem etwas unnötig erschreckend für mich“, gestehe ich, was Dan ein Lachen entlockt.
Er schließt die Tür hinter sich wieder Ordnungsmäßig ab und setzt sich nehmen mich.
„Welchen Zauber, hast du dir denn diesmal angeschaut?“
„Ach, nichts Bestimmtes“, erwidere Ich, weiche allerdings seinem Blick aus.
Keiner von uns weiß so recht was er sagen soll.
Schließlich langt Dan rüber und nimmt mir vorsichtig das dicke Buch aus dem Schoß.
„Was halst du davon, wenn wir gemeinsam etwas üben?“
„Du kennst mich doch! Immer gern!“, schmunzele ich und stehe auf: „Woran hast du den gedacht?“
„Feuerballfangen!“, grinst Dan und schlägt die entsprechende Seite auf.
Nach einem kurzen Check unseres Wissens springen wir gleichzeitig auf und legen los.
„Du schaffst es Dan!“, feuere ich meinem Kumpel an, während dieser mit gerunzelter Stirn versucht die erste Kugel aus Feuer und Infernum, zu schaffen.
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