Ivelion: Wie die Drachen zur Erden kamen

von Luxbrae

Vor vielen, vielen Jahrtausenden, nachdem die alten Herrscher dieser Welt den Planeten einst in Feuer und Tod begraben hatten, fiel ein Stern von Himmel.
Leuchtend und farbenfroh war er, mit einem Licht, das selbst bis tief in die Seelen der Zuschauenden zu dringen schien.
Der Stern zog die Bewohner der Trümmerwüste an. Und als diese seinem Schweif folgten, fanden sie auf dem Weg Kristalle, die der Stern hinterlassen hatte.
Keiner der Bewohner hatte je solche Kristalle von überragender Schönheit und unerklärlicher Seltsamkeit gesehen. Sie waren teilweise durchsichtig und ganz leicht und schienen von innen heraus, mit demselben Licht gefüllt zu sein, wie jenes des Sterns.
Viele fingen an, die Steine zu sammeln und mitzunehmen. Einigen reichten diese Funde bereits und kehrten um, doch andere folgten dem Stern weiter.
Und je näher sie ihm kamen, desto mehr Kristalle fanden sie. Bis sie schließlich zu einem riesigen Berg kamen, der ganz und gar aus Kristall bestand. Sie kletterten ihn empor und schauten in ihm nach dem Stern, doch was sie sahen, erschreckte sie.

In dem Berg saß ein gewaltiger Drache, fast so groß wie der Berg selbst, mit Schuppen so hell, dass sie blendeten.
Er hatte Flügel so gigantisch und leuchtend, dass, wenn er sie aufspannte, den Nachthimmel zum Tag werden ließ.
Der Drache sprach, dass es durch das Innere der gesamten Welt hallte.
„Hört zu, ihr Menschen“, verkündete er: „Eure Eltern haben diese Welt zerstört und ohne uns wird sie vollkommen ihr Ende finden. Doch wir, wir werden sie retten. Unterwerft euch unserer Herrschaft, und ihr sollt frei und sterblich wie jeder andere sein. Doch widersetzt ihr euch, so soll euch das Schicksal zuteilwerden, das ohne uns eures gewesen wäre.“
Viele Menschen flohen voller Furcht in ihre Löcher und Bunker.
Doch andere akzeptierten die Herrschaft der großen Drachen, des Empyriats. Akzeptierten ihre sterblichen, kleinen, glücklichen Leben mit begrenztem Zugang zu Technologie und erlebten den großen Sternenfall mit.
Eine gesamte Nacht lang regnete es Sterne wie eine Flut der verschiedensten Farben. Und mit jedem Stern kam ein weiterer großer Drache auf diesen Planeten.
Mit ihnen brachten sie noch viel mehr ihres Strahlens und ihrer Kristalle, die Rohstoffe ihrer Welt, welche sie über die gesamte Erde verteilten.

Gemeinsam mit ihren menschlichen Anhängern stellte das Empyriat das Gleichgewicht des Planeten wieder her.
Doch die, die sich nicht den Drachen unterworfen hatten, im versteckten lebten, gierten nach Macht. Es dauerte Jahrtausende, bis sie sich aus der erneuerten Welt die Gewalt und Technologie zurück erkämpft hatten, um die Welt wieder zu vernichten.
Doch als es unvermeidlicherweise dazu kam, sahen sich die Drachen zu einem Kompromiss gezwungen. Die Welt wurde zweigeteilt. Eine Seite war den Menschen vorbehalten, die andere den Drachen.
Doch dafür sollte nie wieder eine Waffe erschaffen werden, die die Welt zerstören kann.

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