von DeniseJoan
Between the shelves, amidst the tomes,
In pages and shadows
where life and death roams,
an unexpected bond, unseen, yet true,
bound by destiny’s thread, me and you.
Zwischen den Regalen, zwischen den Büchern, hier zwischen den Seiten und zwischen Schatten und Licht, fanden wir, das Leben und der Tod, eine unerwartete Verbundenheit. Verwobene Seelen, verbunden durch das unsichtbare Band des Schicksals.
„Vielleicht war es das, was mir all die Zeit über gefehlt hat“, sagte das Leben nachdenklich und schlang seine Finger wieder um meine.
„Was?“, fragte ich leise.
„Das hier“, es deutete auf unsere Hände, auf mich. „Die Dunkelheit. Ich habe mich immer gefragt, woher diese Sehnsucht kommt, die ich in mir trug, die nichts zu stillen vermochte. Ich habe mich immer unvollständig gefüllt, unvollkommen. Doch jetzt, hier, mit dir, ist es anders. Ich habe das erste Mal das Gefühl, als…“
„…als wären wir eins. Als wären wir ganz. In der Existenz des anderen“, beendete ich seinen Satz.
Es lächelte und nickte.
Es war paradox. Ich konnte zusehen, wie das Leben begann, sich in meiner Gegenwart, in der Gegenwart des Todes, wieder lebendig zu fühlen. Und ich wiederum erfuhr durch die Gesellschaft des Lebens eine nie dagewesene, unerwartete Wärme. Mit jedem Schritt, den wir gingen, schien das zarte Band zwischen uns fester zu werden.
Ich spürte eine Mischung aus Trauer und Hoffnung.
Ich erkannte, dass ich nie ganz allein sein würde. Das Band, das wir geschaffen hatten, würde für immer bestehen. Und all die Geschichten, unsere Geschichten – die Geschichten, die im Leben ihren Anfang erfuhren und in mir ihr Ende, die das Leben schrieb und ich las – würden sich für alle Ewigkeit miteinander verweben.
© DeniseJoan 2024-03-10